Südwest Presse
Pressestimmen

Die Zeitung aus Ulm befasst sich mit dem Pegida-Aufmarsch:

Hetzparolen sind kein Dresdener Lokalkolorit, sie fördern eine radikalisierte Stimmung, die jederzeit in blinde Gewalt münden kann - an jedem Ort in Deutschland. Davon zeugen 520 Angriffe auf Asylbewerbereinrichtungen in diesem Jahr ebenso wie das feige Attentat auf Henriette Reker in Köln. Nun mahnt Bundesjustizminister Heiko Maas: Wer Straftaten begeht, hat Konsequenzen zu gewärtigen. Das ist kaum mehr als der Versuch eines aufgescheuchten Lehrers, seine Pappenheimer in den Griff zu bekommen. Doch hier demonstriert keine Rasselbande, da sind veritable Galgenvögel darunter. Um ihrer habhaft zu werden, ist es vielleicht schon zu spät - Köln wäre erst der Anfang gewesen.

Frankfurter Rundschau

Die Tageszeitung kommentiert die Flüchtlingsdebatte:

Innenminister Thomas de Maizière wettert plötzlich gegen Pegida, deren rechtsextreme Anhänger und warnt alle, die diesen "Rattenfängern" folgen. Ein wenig spricht er da zu sich selbst. Schließlich ist der Christdemokrat mit seiner bisherigen Flüchtlingspolitik teilweise jenen hinterher gelaufen, die Flüchtlinge lieber von diesem Land fernhalten wollen. Es sind noch viel mehr Kehrtwenden dieser Art nötig, um die Flüchtlingskrise im Sinne eines weltoffenen und toleranten Europas zu lösen. Die vielbeschworene Bürgergesellschaft beispielsweise muss viel mehr unternehmen als bisher. Viele Kölner haben es am Wochenende verpasst, ein Zeichen zu setzten. Mit einer deutlich höheren Wahlbeteiligung hätten sie mühelos Flagge zeigen können.

Landeszeitung

Die Zeitung aus Lüneburg meint zu den Pegida-Demonstrationen:

Der Hass, der sich auf Dresdens Straßen ein Ventil sucht, lässt befürchten, dass die Mehrheit der Demonstranten nur vom "Tag der Abrechnung" träumt und für die Demokratie verloren ist. Umso wichtiger ist, dass Dresdens Straße nicht die Berliner Politik regieren darf.
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