Syrien-Gipfel soll Lösung für Bürgerkrieg bringen
Hoffen auf Wien

US-Außenminister John Kerry bei der Ankunft in Wien. Bild: dpa
Mit einem beispiellosen Großaufgebot internationaler Spitzendiplomaten soll bei der Syrien-Konferenz in Wien einer politischen Lösung in dem zerrissenen Land der Weg geebnet werden. Bei dem Treffen am Freitag werden sämtliche UN-Vetomächte sowie wichtige regionale Akteure wie der Iran und Oman vertreten sein, dem nach Experteneinschätzung eine bedeutende Vermittlerrolle beim Versuch zukommt, den Bürgerkrieg in Syrien einzudämmen oder gar zu beenden. Es ist der bislang weitreichendste Versuch, im Syrien-Konflikt Lösungen zu finden. In Syrien tobt seit etwa viereinhalb Jahren ein blutiger Konflikt zwischen dem Regime von Präsident Baschar al-Assad und aufständischen Gruppen. Die Kämpfe mit Bomben auf Wohnviertel und dem Einsatz von Giftgas forderten mindestens 250 000 Tote. Große Teile des Landes werden von extremistischen Gruppen wie der Terrormiliz Islamischer Staat kontrolliert. Etwa 4,2 Millionen Syrer sind über die Grenze geflohen. Die meisten von ihnen leben in Flüchtlingslagern in Syriens Nachbarländern. Nach UN-Angaben stellten etwa 513 000 Syrer Asylanträge in Europa.

Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) sah nach einem Treffen mit Präsident Wladimir Putin auch auf russischer Seite Bereitschaft für eine politische Lösung des Syrienkonflikts. Putin habe deutlich gemacht, dass er an einem dauerhaften militärischen Engagement in der Region kein Interesse habe, sagte Gabriel nach einem Gespräch mit dem Kremlchef in dessen Residenz bei Moskau.
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