Syrischer Präsident bietet Amnestie an
Assad gibt sich friedfertig

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD, links) und US-Außenminister John Kerry trafen sich in Washington. Bild: dpa

Damaskus(Washington. Syriens Präsident Baschar al-Assad will die seit Samstag geltende Waffenruhe in dem Bürgerkriegsland nach eigenen Angaben zu einem Erfolg führen. "Wir werden das Unsrige tun, damit das Ganze funktioniert", sagte Assad im Interview mit der ARD-Sendung "Weltspiegel-Extra". Er bot Rebellen eine Amnestie und eine "Rückkehr in ihr normales ziviles Leben" an. Bedingung sei, dass sie die Waffen abgeben. Die von den USA und Russland ausgehandelte Waffenruhe hält weitgehend, wenngleich sich Regime und Rebellen gegenseitig Verstöße vorwerfen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete auch am Dienstag Luftangriffe und Gefechte. Die Gewalt sei jedoch zurückgegangen. Im Nordwesten Syriens wurden nach russischen Angaben eine Journalistengruppe beschossen, darunter auch Deutsche. Artilleriegeschosse seien 150 bis 400 Meter entfernt eingeschlagen, sagte der Militärsprecher Igor Konaschenkow. Einige Journalisten hätten "leichte Schrammen" abbekommen. Die Geschosse soll von türkischem Territorium abgefeuert worden sein.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und sein US-Kollege John Kerry bezeichneten die Waffenruhe als Zeichen der Hoffnung. "Seit München hat es greifbare Fortschritte gegeben", sagte Steinmeier bei einem Treffen mit Kerry in Washington. Kerry erklärte, die Verstöße gegen die Waffenruhe würden untersucht. "Die Frage sei wo die Flugzeuge die Bomben abgeworfen hätten und wer dort am Boden seit. Unterdessen wurde der Beginn der Friedensgespräche in Genf erneut verschoben: um zwei Tage auf den 9. März.
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