Tagesanzeiger
Pressestimmen

Zur Flüchtlingspolitik in Ungarn heißt es in dem Schweizer Blatt:

Ungarn hat die Pflicht, die Außengrenze der Europäischen Union zu schützen, und Ungarn hat das Recht, auf die Einhaltung des Dublin-Abkommens zu pochen. Ungarn kann auch von Brüssel mehr Geld fordern. Aber all das darf eine Regierung, die Sicherheitskräfte und das Bahnpersonal nicht daran hindern, Kriegsflüchtlinge mit einem Minimum an Würde zu behandeln, sie mit ausreichend Wasser und Essen zu versorgen, Toiletten aufzustellen und eine medizinische Grundversorgung bereitzustellen. ... Wer elementare Hilfe verweigert und stattdessen Flüchtlinge politisch missbraucht, wer ihnen verspricht, sie könnten ausreisen, und sie in einen Zug lockt, nur um sie dann in ein Übergangslager zu bringen, wer den Zug mit Kindern stundenlang in brütender Hitze stehen lässt, wer jede Information verweigert und stattdessen bei den eigenen Wählern gegen Menschen in Not auch noch hetzt und sie als Bedrohung der eigenen Kultur diffamiert, der handelt nicht wie ein Christ und nicht wie ein Mensch.

Ouest France

Die französische Regionalzeitung zur Migrationspolitik:

Frankreich hat die Wahl zwischen zwei Positionen. Die erste ist die Heuchelei, die darin besteht, weiterhin möglichst wenig zu tun und dabei lauthals die Achtung der Werte zu beteuern. ... Die andere mögliche Haltung wird diktiert von Menschenrecht und moralischer Haltung. Sie besteht darin, jetzt und gleich Leben zu retten."

El Mundo

Das spanische Blatt zur Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland:

Deutschland gibt mit der Solidarität, die es den Flüchtlingen entgegenbringt, ein Vorbild ab, dem die anderen Staaten in Europa folgen sollten. Die EU scheint vergessen zu haben, dass sie mit der Idee entstanden war, die Grenzen auf dem Kontinent zu überwinden. Im Gegensatz zur inakzeptablen Haltung des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán reagierte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf den größten Flüchtlingsstrom seit dem Zweiten Weltkrieg in tadelloser Weise.
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