Taliban-Anschlag auf Flughafen Kabul
Kurz notiert

Kabul.(dpa) Die Welle der Gewalt in Afghanistan reißt nicht ab: Nach den blutigen Anschlägen vom Wochenende hat ein Selbstmordattentäter am Montag am Flughafen der Hauptstadt Kabul mindestens fünf Menschen mit in den Tod gerissen. 21 weitere seien verletzt worden, teilte ein Sprecher des Innenministeriums mit. Demnach zündete der Angreifer am Eingangstor des Flughafengeländes eine Autobombe. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte die Anschlagserie der vergangenen Tage mit insgesamt rund 80 Toten. Zu dem jüngsten Attentat am Hauptstadtflughafen bekannten sich die radikalislamischen Taliban. Ziel sei ein ausländischer Truppenkonvoi gewesen. Afghanistans Präsident Aschraf Ghani machte erstmals direkt das Nachbarland Pakistan für die Anschlagserie mitverantwortlich.

Organspendeausweis per Postwurfsendung

Hamburg.(KNA) Zum zweiten Mal verschicken die Krankenkassen in den kommenden Wochen Organspendeausweise an knapp 70 Millionen Menschen in Deutschland, die 16 Jahre oder älter sind. Die Reform des Transplantationsgesetzes von 2012 verpflichtet die gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen, ihren Versicherten alle zwei Jahre einen Ausweis mit Informationen zur Organspende zuzuschicken. Inzwischen haben 35 Prozent der Deutschen einen Organspendeausweis. 2012 waren es erst 22 Prozent.

Effizienz-"Papperl" für Heizungsanlagen

Berlin.(dpa) Mit einem Effizienzlabel will die Bundesregierung einen Anreiz schaffen, alte Heizungsanlagen auszutauschen. Das Kennzeichen soll 2016 eingeführt werden und Verbraucher besser über den Effizienzstatus ihrer Heizkessel informieren, wie "Die Welt" berichtete. Den Gesetzentwurf des Wirtschaftsministeriums soll das Bundeskabinett am kommenden Mittwoch beschließen.

Bußgeld für Frauen ohne Kopftuch

Teheran. (dpa) Der Rechtsausschuss des iranischen Parlaments will für Frauen ohne Kopftuch im Auto ein Bußgeld verhängen. "Frauen, die im Auto das Kopftuch ablegen, müssen demnächst eine Million Rials (umgerechnet 30 Euro) Strafe bezahlen", sagte ein Sprecher des Ausschusses. Frauen im Iran müssen in der Öffentlichkeit Kopftuch und einen langen Mantel tragen, um Haare und Körperkonturen zu verdecken. Sonst drohen ihnen Geldstrafen oder kurzfristige Verhaftungen. Dennoch wird die strikte Kleiderordnung von den meisten Iranerinnen nicht eingehalten.
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