Tarifrunde: Klinikärzte führen Belastung durch Bereitschaftsdienste ins Feld
Mehr Geld und mehr Freizeit

Die Tarifverhandlungen für die 52 500 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern sind am Dienstag in Düsseldorf in der dritten Runde fortgesetzt worden. Die Ärztevereinigung Marburger Bund fordert 5,4 Prozent mehr Geld, eine Begrenzung auf zwei Wochenenddienste im Monat und eine bessere Bezahlung der Bereitschaftsdienste. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) bezeichnet die von der Ärztegewerkschaft verlangte Erhöhung bislang als "vollkommen unrealistisch". Die Arbeitgeberseite erwartete vor den zweitägigen Verhandlungen der dritten Runde konkretere Gespräche für die größte Gruppe unter den Krankenhausärzten in Deutschland.

Der Tarifvertrag gilt bundesweit - mit Ausnahme von Berlin und Hamburg - für rund 550 Kliniken. Für den Marburger Bund stehen eine Steigerung der Entgelte und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Mittelpunkt. Die Hälfte der Krankenhausärzte leiste mehr als vier Bereitschaftsdienste pro Monat, berichtete die Ärztegewerkschaft aus einer Befragung ihrer Mitglieder. Die Arbeitgeber ignorierten die hohe Arbeitsbelastung in den 24-Stunden-Diensten. Die Arbeitgeber hielten der Gewerkschaft vor, deren Forderungen summierten sich auf ein Volumen von neun Prozent für zwölf Monate. (Kommentar)
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