Teheran setzt sich über internationale Proteste hinweg
Junge Iranerin stirbt am Strang

Rejhaneh Dschabbari. Bild: dpa
Die Hinrichtung einer 26 Jahre alten Iranerin hat internationale Proteste ausgelöst. Amnesty International sprach von einem weiteren "Schandfleck" auf der iranischen Menschenrechtsakte. Rejhaneh Dschabbari hat nach eigener Aussage vor sieben Jahren einen Mann, der sie vergewaltigen wollte, mit einem Messer getötet. Während des Prozesses war allerdings auch von einem Beziehungsdrama die Rede. Die junge Frau wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Samstag in einem Gefängnis westlich von Teheran gehängt.

Das US-Außenministerium, das Auswärtige Amt sowie Menschenrechtler verurteilten die Hinrichtung. Man habe sich ernsthafte Sorgen gemacht, ob das Verfahren fair gewesen sei, sagte Außenamtssprecherin Jen Psaki. Sie verwies auf Berichte, wonach die Angeklagte ihr Geständnis unter Zwang abgelegt habe. Dschabbari hatte bis zuletzt noch auf eine Begnadigung gehofft. Die Familie des getöteten Mannes, angeblich ein Mitarbeiter des Geheimdienstes, lehnte eine Begnadigung allerdings mehrfach ab.
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