Teile der Partei wollen "Ein-Mann-Show" von Parteichef Lucke verhindern
Streit um das Gesicht der AfD

Umstritten: Bernd Lucke eckt mit seinem Plan an, alleiniger Sprecher der AfD zu werden. BIld: dpa
Zwei Monate vor dem Parteitag der Alternative für Deutschland (AfD) haben führende Mitglieder gegen Parteichef Bernd Lucke aufbegehrt. "Wir müssen jetzt darangehen - das sage ich ganz deutlich - diese One-Man-Show Schritt für Schritt zurückzubauen", sagte der AfD-Fraktionsvorsitzende im Thüringer Landtag, Björn Höcke, am Dienstag. Man arbeite gerne mit Lucke zusammen, "aber nicht um den Preis einer Satzung, die das bewährte Modell mehrerer Parteisprecher abschafft", sagte der AfD-Vize Alexander Gauland. Hintergrund des Streits ist Luckes Vorschlag, auf dem Parteitag Ende Januar in Bremen eine Änderung der Führungsstruktur zu beschließen. Lucke will, dass die Partei künftig nur einen Vorsitzenden hat, so wie die meisten anderen deutschen Parteien auch. Bisher wird die AfD von drei "Sprechern" geleitet. Diesem Trio gehören Lucke, der Publizist Konrad Adam und die Fraktionsvorsitzende der AfD im sächsischen Landtag, Frauke Petry, an.

Petry kritisierte die Drohung Luckes, sich aus der Parteiführung zurückzuziehen, falls es keine neue Führungsstruktur gebe. Gleichzeitig betonte sie, sie werde "alles tun", um einen Rückzug Luckes von der Parteispitze zu verhindern.
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