Telekomunikationsfirma unterstützt US-Geheimdienst
Williger NSA-Helfer

Der US-Telekommunikationsgigant AT&T war nach Informationen der "New York Times" weitaus stärker an den Internet-Spähaktionen des Geheimdienstes NSA beteiligt als bisher bekannt. Das geht der Zeitung zufolge aus Dokumenten hervor, die der ehemalige NSA-Mitarbeiter Edward Snowden zur Verfügung gestellt hat.

Es sei zwar seit langem bekannt, dass US-Unternehmen für Telekommunikation eng mit der Spionagebehörde zusammengearbeitet hätten, hebt die "New York Times" in ihrer Sonntagausgabe hervor. Aber die Zusammenarbeit mit AT&T bei der Überwachung des Internets sei von der NSA als einzigartig und besonders produktiv eingestuft worden. Das Unternehmen sei "höchst kooperativ" und "extrem hilfsbereit" gewesen, zitierte das Blatt aus den Dokumenten, die aus den Jahren 2003 bis 2013 stammten.

Demnach gab AT&T der NSA mit Hilfe verschiedener gesetzlich gedeckter Methoden Zugang zu Milliarden von E-Mails. Die Gesellschaft habe "binnen weniger Tage" nach Beginn des Programmes zur Überwachung ohne richterliche Vollmacht im Oktober 2001 angefangen, Unterlagen an die NSA weiterzuleiten.
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