Terormiliz IS
17 Anhänger als Flüchtlinge

Berlin. Nach Erkenntnissen der Verfassungsschutzbehörden sind bislang 17 Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) als Flüchtlinge getarnt nach Europa gereist. Es gebe "belastbare Hinweise", dass 17 Personen im Auftrag des IS gekommen seien, sagte Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die meisten seien tot oder in Haft. Zwei starben als Attentäter der Pariser Anschläge. Maaßen verwies darauf, dass es IS nicht nötig habe, die Flüchtlingsrouten zu nutzen. Es gehe um eine Machtdemonstration.

Hinweise, dass sich Dschihadisten unter Flüchtlinge mischen, bekomme die Polizei viele - mehrere hundert waren es bislang. Aber nur ein Bruchteil der Hinweise habe Substanz, hieß es aus Sicherheitskreisen. Es seien viele unzutreffende Denunziationen darunter. Nur in einem Teil der Fälle wird ein Ermittlungsverfahren eröffnet. 2015 waren allein nach Deutschland mehr als eine Million Flüchtlinge gekommen. Anfang Juni hatten die Behörden drei mutmaßliche IS-Terroristen in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Brandenburg festgenommen.
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