Terrorismus in Europa
Abdeslam zielte auf das Deutschland-Spiel in Paris

Paris/Brüssel. (dpa/paa) Der in Brüssel gefasste mutmaßliche Paris-Attentäter Salah Abdeslam wollte sich im November beim Länderspiel Deutschland-Frankreich im Stade de France in die Luft sprengen. Das habe der 26-Jährige bei seiner Vernehmung am Wochenende den belgischen Ermittlern gestanden, sagte der französische Staatsanwalt François Molins in Paris. Weshalb er seinen Plan nicht in die Tat umsetzte, ist noch unklar. Abdeslam war am Freitag in Brüssel festgenommen und dabei leicht verletzt worden. Insgesamt nahmen die Ermittler fünf Verdächtige fest. Zwei Festgenommene kamen am Wochenende wieder frei. Informationen des Südwestfunks zufolge war ein von Abdeslam angemietetes Auto vom 2. auf den 3. Oktober von Belgien nach Ulm und wieder zurück gefahren. Laut SWR sind sich Ermittler sicher, dass der mutmaßliche Terrorist in Ulm war. Am 3. Oktober sei in einer Flüchtlingsunterkunft das Fehlen von drei Männern festgestellt worden. Molins sagte, die Ermittler gehen davon aus, dass der nach den Anschlägen im Pariser Vorort Montrouge gefundene Sprengstoffgürtel von Abdeslam abgelegt wurde. Dessen Anwalt kündigte am Sonntag an, Anzeige gegen Molins erstatten zu wollen. Der französische Staatsanwalt habe unerlaubterweise Details aus den Vernehmungen ausgeplaudert. (Kommentar und Seite 4)

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