Terrormiliz geht auch gegen ausländische Kämpfer vor - Kurden entdecken Massengrab
IS ermordet Deserteure

In den Reihen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bröckelt es. Die Miliz soll im nordirakischen Mossul mindestens 45 eigene Mitglieder hingerichtet haben. Die Dschihadisten seien für ihre Niederlage im Kampf um die Stadt Sindschar bestraft worden, sagten Augenzeugen am Sonntag. Auch im syrischen Al-Rakka waren nach Angaben von Aktivisten "abtrünnige" Dschihadisten getötet worden. Mindestens 100 ausländische Kämpfer seien hingerichtet worden. Sie hätten in ihre Heimatländer zurückkehren wollen, sagte ein Aktivist aus al-Rakka. Hunderte weitere Kämpfer befänden sich unter strenger Beobachtung.

Al-Rakka ist ein zentraler Ort im vom IS ausgerufenen "Kalifat". In Syrien und im Irak beherrscht die Miliz je rund ein Drittel der Landesfläche. Der Vorstoß kurdischer Kämpfer und der irakischen Armee sowie Luftangriffe der von den USA geführten internationalen Koalition setzt sie jedoch derzeit unter Druck. Nach der Befreiung des Sindschar-Gebirges im Nordirak stießen kurdische Kämpfer auf ein Massengrab mit den Überresten von rund 70 Menschen. Nach Angaben der kurdischen Nachrichtenseite Rudaw soll es sich um von der Terrormiliz getötete Jesiden handeln. Der IS hatte seit August Tausende Flüchtlinge der religiösen Minderheit im Sindschar-Gebirge eingekesselt.
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