Thüringische Landeszeitung
Pressestimmen

Das Blatt aus Weimar merkt zum Kurs Frankreichs in der Syrienpolitik an:

Das ist wahrlich eine Kehrtwende. Schließlich war Paris wenig begeistert, als andere europäische Staats- und Regierungschefs wie Kanzlerin Angela Merkel schon vor einigen Monaten begannen, wegen der Flüchtlingskrise über mögliche Gespräche mit dem Assad-Regime nachzudenken. Die Entscheidung, ob man mit Assad sprechen sollte oder nicht, ist schwer. Es ist eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Schließlich ist der syrische Staatspräsident verantwortlich für hunderttausende Bürgerkriegstote und Millionen von Vertriebenen. Unter moralischen Gesichtspunkten verbieten sich also Gespräche. Doch die Moral hat das jahrelange Blutvergießen nicht verhindert, weshalb wohl auf lange Sicht nichts an schmutziger Realpolitik vorbeiführt.

Rhein-Zeitung

Das Zeitung aus Koblenz schreibt zur Lage in Syrien:

Weder Assad noch der IS taugen als strategischer Partner des Westens. Beide ziehen eine Blutspur hinter sich her, die breiter kaum sein könnte. Die Staaten des Westens sind stark genug, um beiden die Stirn zu bieten. Warum bekämpfen sie den IS in einem ersten Schritt nicht zunächst gnadenlos im Irak und schneiden ihn von Finanzen und Nachschub ab? Dazu braucht niemand Assad. Wenn der Westen derart hilflos agiert, ruft das nur neue erbitterte Gegner auf den Plan. Wer Frieden will, muss über den Moment hinaus denken.

Westfalenpost

Die Zeitung aus Hagen kommentiert die Terrorgefahr:

Der Kriegseinsatz der Bundeswehr in Syrien ... wird noch mehr manipulierbare Seelen in die Arme des IS treiben. Und er wird womöglich jene zu Anschlägen motivieren, die jetzt schon aktiv mit den kruden Wertvorstellungen des IS sympathisieren. Dennoch: Die Menschen sind nach den Terroranschlägen von Paris zusammengerückt, haben beteuert, sich nicht zu sehr einschränken zu lassen. Der Islamische Staat will Schrecken verbreiten. Wir dürfen nicht zulassen, dass Angst unser Leben bestimmt.
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