Thüringische
Pressestimmen

Die "Thüringische Landeszeitung" in Weimar schreibt zu Blockupy und der EZB-Politik:

So umstritten die Flutung der Märkte mit Geld durch die EZB auch ist: Sie hilft den Krisenländern im Süden Europas, die nicht wirtschaften können. Ohne die Milliarden der Notenbank und der Euroländer wäre Griechenland vermutlich längst pleite, die Wirtschaft dort am Boden und die Armut noch viel größer. Über die Politik der EZB lässt sich streiten. Doch anscheinend sind bestimmten Demonstranten Pflastersteine wichtiger als Argumente. Es ist schade, dass das Grundrecht auf Protest zum Mittel verkommt, seinen Hass auszuleben.

Hannoversche Allgemeine

Die Tageszeitung kommentiert den Wahlausgang in Israel:

Israel hat eine brachiale Wir-gegen-die-Kampagne erlebt, und diese Kampagne hat funktioniert. Netanjahu hat sich nicht nur Stimmen von rechtspopulistischen Satellitenparteien zurückgeholt, die um seinen Likudblock kreisen. Mit seiner Generalabrechnung gegen die politische Linke, die Araber und die Medien hat er - entgegen allen anfänglichen Vorhersagen der Demoskopen - den generellen Trend im Land am Ende doch noch zu seinen Gunsten gedreht. Geholfen hat ihm das Gefühl einer zunehmenden Unsicherheit, das viele Israelis beschlichen hat. Zu allen Zeiten suchten sie, niemand kann es ihnen verübeln, nach Politikern, die ihr Land zu einem sicheren Ort zu machen versprachen.

Le Monde

Die französische Tageszeitung "Le Monde" schreibt über Netanjahus Wahlsieg:

Die Wähler haben sich durch die Reden von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu über die Sicherheit beeinflussen lassen. Das strategische Umfeld Israels ist heute unsicherer denn je. Es wird durch die Kriege in Syrien und im Irak destabilisiert, durch den Islamischen Staat und gleichzeitig durch den Machtzuwachs des Irans. Zum großen Leidwesen von US-Präsident Barack Obama und der europäischen Regierungschefs rückt der Sieg Netanjahus eine würdige Regelung des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern in weite Ferne. Er bestätigt die Wahrheit, die für den Nahen Osten gilt: Die Pessimisten behalten Recht.
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