Tirschenreuther Altbürgermeister Franz Finke ist tot
Trauer um Franz Fink

Franz Fink. Archivbild: Grüner

Tirschenreuth.(pz) Von der politischen Bühne verabschiedete sich Franz Fink vor einem Jahr, als er sich nach 42-jähriger Arbeit im Kreistag nicht mehr zu Wahl stellte. Und sich auf dann auf ein neues Leben nach der Politik freute - mit vielen Ausflugsfahrten.

Als versierter Reiseleiter, unter anderem nach Russland und Berlin, führte er viele Gruppen an. Jetzt trat der frühere Bürgermeister, der 12 Jahre lang die Geschicke der Kreisstadt lenkte, seine allerletzte Reise an: Rasch verbreitete sich am Dienstagmorgen die Nachricht, dass Franz Fink verstorben ist - wenige Wochen vor seinem 78. Geburtstag am 14. März. Um den Ehemann, Vater und Großvater trauern die Ehefrau, die drei Söhne sowie die Enkel.

Meilensteine in der Stadtentwicklung

Der Sohn eines Eisenbahners, ein engagierter SPDler, kam über die Finanzbehörde in den öffentlichen Dienst. Stationen der beruflichen Laufbahn waren unter anderem Kelheim, Weiden, Tirschenreuth und Waldsassen. Am 25. März 1990 setzte sich der Mann von der SPD gegen fünf Bewerber im Rennen um das Bürgermeisteramt in der Kreisstadt durch. Im Rathaus setzte Fink in den folgenden zwölf Jahren immer wieder Meilensteine der Stadtentwicklung. Das Hallenbad am Stiftland-Gymnasium etwa hat der Tirschenreuther in seine Erfolgsbilanz geschrieben. Zuvor schon war er 18 Jahre im Stadtrat aktiv.

Erfolgreiche Amtszeit

So war Fink beispielsweise maßgeblich am Fortbestand der Firma Hamm beteiligt - inzwischen einer der größten Arbeitnehmer in der Region. In seine Amtszeit fiel auch der Aufbau der Kolping-Berufshilfe. Sie bietet vielen Jugendlichen und Arbeitslosen eine Perspektive. Das Schauspiel "Winsheims Tod" und die "Tirschenreuther Passion", die 2015 zum fünften Male aufgeführt wird, gehen auf Finks Initiativen zurück. Beteiligt war der Altbürgermeister am Gelingen der Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt La Ville du Bois wie an den Vorplanungen zur Gartenschau.

Zahlreiche Auszeichnungen

Franz Fink, fasziniert von der Politik eines Willy Brandt, kam 1972 in den Kreistag. In SPD-Ortsverein, Kreisverband und Unterbezirk besetzte der Tirschenreuther Führungsämter, darunter auch vier Jahre als Kreisvorsitzender. Franz Fink hat ob seiner Verdienste zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Bundesverdienstorden, die Willy-Brandt-Medaille und die Goldenen Ehrenmedaillen von Stadt und Landkreis Tirschenreuth.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.