Todesurteil gegen Mursi bestätigt
Kurz notiert

Kairo.(dpa) Ein Kairoer Gericht hat das Todesurteil gegen Ägyptens ersten frei gewählten Präsidenten Mohammed Mursi (63) bestätigt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Islamist Anfang 2011 gemeinsam mit der palästinensischen Hamas und der libanesischen Hisbollah eine Flucht aus dem Gefängnis organisiert hatte. Nach dem Urteil vom Dienstag wird jetzt automatisch eine Berufungsverhandlung eingeleitet. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International sprach von einem "sehr unfairen" Gerichtsverfahren, das eine komplette Missachtung der Menschenrechte offenbart habe. Der Richterspruch sei "ein weiterer Nagel im Sarg der Demokratie in Ägypten", erklärte Ex-Investitionsminister Jahija Hamid in Istanbul. Er gehört zu den Muslimbrüdern. Auch die Todesurteile von fünf weiteren Mitgliedern der Bruderschaft wurden bestätigt.

Entlastung für Alleinerziehende

Berlin.(dpa) Alleinerziehende können nun doch schon von diesem Jahr an mit einer Aufstockung des jährlich Entlastungsbetrags um 600 auf 1908 Euro rechnen. Darauf einigten sich die Fraktionsvorsitzenden von Union und SPD am Dienstag. Zuletzt war eine Anhebung in zwei Stufen um je 300 Euro bis 2016 geplant. Nun soll der Entlastungsbetrag rückwirkend zum 1. Januar auf einen Schlag um 600 Euro für das 1. Kind steigen. Für jedes weitere Kind wird der Betrag um zusätzlich 240 Euro erhöht. Das Gesetz soll am Donnerstag im Bundestag beschlossen werden. Der höhere Entlastungsbetrag kostet jährlich 210 Millionen Euro. In Deutschland gibt es nach offiziellen Angaben rund 1,6 Millionen Alleinerziehende, davon 90 Prozent Frauen.

Luftwaffe lässt A400M fliegen

Berlin.(dpa) Nach dem Absturz eines Airbus A400M in Spanien soll die deutsche Maschine dieses Typs Mitte Juli wieder fliegen dürfen. Die Luftwaffe hat den Testbetrieb für den Militärtransporter freigegeben, wie ein Sprecher am Dienstag mitteilte. Zuvor hatte "Spiegel Online" darüber berichtet. Anfang Mai war am Airbus-Standort Sevilla eine A400M nach dem Start abgestürzt. Dabei wurden vier Besatzungsmitglieder getötet und zwei schwer verletzt. Laut Luftwaffe wird als Ursache des Unglücks ein Fehler in der Triebwerksteuerung angenommen.
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