Tot innerhalb von 45 Minuten

Der Fall sorgte für Entsetzen in Europa. Eingepfercht auf der luftdichten Ladefläche eines Lkw starben zwischen Ungarn und Österreich im August 71 Flüchtlinge. Nun liegt der Bericht der Ermittler vor. Demnach befindet sich unter den Opfern auch eine sechsköpfige Familie aus Afghanistan. Bild: dpa
Drei Monate nach der Flüchtlingstragödie an der österreichisch-ungarischen Grenze mit 71 Toten sind 69 der in einen Lkw eingepferchten Opfer identifiziert. Auch eine sechsköpfige Familie aus Afghanistan - Eltern, drei Kinder von ein bis elf Jahren und ein Cousin - sei erstickt, teilten die Behörden am Donnerstag in Eisenstadt mit. Der Tod auf der nur 14 Quadratmeter großen Ladefläche kam schleichend. Die Luft habe für die meisten nur für eine halbe bis dreiviertel Stunde gereicht. Die Abklärung der Identität eines Mannes läuft noch, ein weiterer Mann sei unbekannter Herkunft. Unter den Toten sind 28 Iraker, 21 Afghanen, 15 Syrer und fünf Iraner.

Die meisten Opfer wurden zur Bestattung in ihre Heimat gebracht. Die Schlepper hatten pro Flüchtling mehrere tausend Euro kassiert. Der Prozess gegen sie wird in Ungarn geführt, da die Flüchtlinge laut Ermittlungen auf ungarischem Staatsgebiet gestorben sind.
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