Trendwende bei der Bundeswehr
Verteidigungsministerin stockt auf

Berlin. Nach 25 Jahren Schrumpfkur wächst die Bundeswehr wieder. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen verkündete am Dienstag einen zusätzlichen Personalbedarf von 14 300 Soldaten und 4400 Zivilisten für die nächsten sieben Jahre. Zunächst sollen aber nur 7000 Soldatenstellen neu geschaffen werden. Weitere 5000 Kräfte für die Truppe sollen durch interne Umstrukturierungen gewonnen werden.

"Wir müssen wegkommen von einem Prozess des permanenten Schrumpfens", erklärte von der Leyen. Die CDU-Politikerin reagiert mit der Truppenaufstockung auf neue Bedrohungen und wachsende Aufgaben für die Truppe. Seit Ende des Kalten Krieges wurde die Bundeswehr schrittweise verkleinert - von 585 000 Soldaten am Tag der Wiedervereinigung 1990 auf heute 177 000. Die Zahl der Zivilisten sank von 215 000 auf 87 000.

Der Bundeswehrverband begrüßte die Personalreform als richtige und mutige Entscheidung. "Diese Trendwende heißt nicht nur so, sie stellt tatsächlich eine 180-Grad-Wende in der Personalpolitik dar", sagte der Chef der Soldatengewerkschaft, André Wüstner.
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