Trotzdem noch keine Vorentscheidung
Clinton und Trump feiern wichtige Siege

Washington. Erfolge in Schlüsselstaaten: Nach einem zweiten "Super Tuesday" in den USA marschieren Hillary Clinton und Donald Trump mit großen Schritten in Richtung Präsidentschaftskandidatur. Clinton holte bei den Vorwahlen der Demokraten voraussichtlich alle fünf Staaten, Trump bei den Republikanern wahrscheinlich vier von fünf.

Die einzige Chance der Republikaner, den hoch umstrittenen Quereinsteiger Trump noch zu stoppen, liegt in einer Kampfabstimmung auf dem Parteitag in Cleveland. Für die nötige Zahl von 1237 Delegierten müsste er bei allen nächsten Vorwahlen 54 Prozent der Delegierten gewinnen. Wenn nicht, könnte seine Partei ihm die Nominierung streitig machen.

Angesichts der Siege des Milliardärs auf breiter Front wäre diese Taktik aber gefährlich. Trump sagte am Mittwoch CNN: "Ich repräsentiere Millionen von Menschen." Man könne diese nicht entrechten und sagen, es reiche wegen ein paar Hundert Stimmen nicht. "Ich denke, dann wird es Aufstände geben", sagte Trump. Der Unternehmer gewann in Florida, Illinois, North Carolina und im US-Außengebiet Marianen. Ohio verlor er an dessen Gouverneur John Kasich. In Missouri zeichneten sich knappe Siege für Trump und Clinton ab. Mit Marco Rubios Ausstieg, nach der Niederlage in seinem Heimatstaat Florida, wird das Ringen bei den Republikanern zu einem Zweikampf zwischen Trump und Cruz, wobei Trump haushoher Favorit ist. Kasich gilt als chancenlos. Er müsste 88 Prozent aller restlichen Delegierten gewinnen, Cruz 69.

Bei den Demokraten fuhr Clinton sehr wichtige Siege in Florida und Ohio ein, außerdem in North Carolina und Illinois - ein bitterer Abend für Konkurrent Bernie Sanders. Sanders gab sich aber trotzdem für das weitere Rennen siegessicher. Man sei auf dem richtigen Weg, erklärte er.
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