Trumpft weiter bei den Republikanern auf
Trump sieht sich schon als Kandidat

Trump gewinnt auch die Vorwahl in Nevada. Er glaubt, dass er binnen Wochen als Kandidat der Republikaner für die Präsidentenwahl im November feststeht. Hoffnung im Verfolgerfeld haben Marco Rubio und Ted Cruz.

Las Vegas. Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat die Vorwahl im Bundesstaat Nevada mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Der 69-Jährige bekam in Nevada 45,9 Prozent der Stimmen und damit mehr als seine beiden Verfolger Marco Rubio (23,9 Prozent) und Ted Cruz (21,4 Prozent) zusammen.. Trump geht nun mit kräftigem Rückenwind in den "Super Tuesday". Bei diesem Wahlmarathon am 1. März stehen bei den Republikanern Vorwahlen in zwölf Bundesstaaten an.

Dritter Sieg in Folge


Für den rechtspopulistischen Trump ist es der dritte Sieg in Folge, nachdem er zuvor die Vorwahlen in New Hampshire und South Carolina für sich entschieden hatte. "Und ich gewinne, gewinne, gewinne. Und bald wird auch das Land wieder gewinnen, gewinnen, gewinnen", sagte der Bauunternehmer. Er zeigte sich zuversichtlich, dass er die Nominierung der Republikaner holen werde: "Vielleicht wird es dafür nicht einmal mehr zwei Monate brauchen."

In sozialen Medien kursierten Berichte über Unregelmäßigkeiten in Nevada. So sollen Wahlhelfer Trump-T-Shirts getragen haben. Die Republikaner wiesen die Vorwürfe zurück. "Es gab keine offiziellen Berichte über Unregelmäßigkeiten oder Verstöße" bei der Abstimmung, twitterte die Parteiführung in Nevada.

Das republikanische Bewerberfeld konzentriert sich nun immer mehr auf Trump, Cruz und Rubio. Die beiden anderen Bewerber - Ohios Gouverneur John Kasich und Ex-Neurochirurg Ben Carson - lagen in Nevada im einstelligen Bereich.

Nach dem Ausschneiden des Mitbewerbers Jeb Bush wurde Rubio, Senator aus Florida, zuletzt wiederholt als möglicher Kompromisskandidat gegen Trump ins Spiel gebracht. Der zweite Platz in Nevada dürfte Rubios Position gegen Cruz stärken. Der 44-Jährige vertritt allerdings ähnlich harte Positionen wie Trump, vor allem beim Thema Einwanderung.

Trump punktete in Nevada bei fast allen Wählergruppen, wie der Sender CNN berichtete. "Wir haben bei den Evangelikalen gewonnen. Wir haben bei den Jungen gewonnen, wir haben bei den Alten gewonnen. Wir haben bei den gut Gebildeten gewonnen, wir haben bei den schlecht Gebildeten gewonnen. Ich liebe die schlecht Gebildeten", sagte Trump.

Auch bei den Wählern mit hispanischem Hintergrund erhielt er CNN zufolge großen Zuspruch. Trump hetzte im Wahlkampf immer wieder gegen Einwanderer. Er will eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen, um Menschen von der illegalen Einreise abzuhalten.
Wir haben bei den gut Gebildeten gewonnen, wir haben bei den schlecht Gebildeten gewonnen. Ich liebe die schlecht Gebildeten.Donald Trump
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