Trumps große Versprechen
Mal Arbeiter, mal Kapitalist

Donald Trumps Familie: Gattin Melanie und die Kinder Barron (Zweiter von links), Ivanka und Eric. Bild: dpa

Washington. Der Polit-Desperado ist am Ziel. Die Amerikaner haben Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt - und damit ein enormes Risiko. Große Teile des Landes und der Welt sind in einer Schockstarre. Donald Trump ist der unberechenbarste Präsident, den die Vereinigten Staaten je hatten. Trump ist einmal Arbeiterführer und dann wieder Kapitalist, es gibt ernsthafte Argumente, er sei ein Antisemit. Andere sehen ihn als großen Menschenfreund.

2016 - das war sein Wahlkampf, es war seine Wahl. Donald Trump prägt mit seinen unkonventionellen Reden, seiner Gestik, seinen Vorschlägen seit Monaten die politische Landschaft in den Vereinigten Staaten. Er propagierte eine Mauer an der Grenze zu Mexiko, er will internationale Verträge kündigen. Er will alles anders machen. Trump erwies sich als schneller, treffsicherer, durchschlagskräftiger als andere. Der Rest des politischen Feldes lief ihm seit 15 Monaten hinterher - manchmal, ohne es zu merken.

Geliebt und gehasst


Keiner hat soviel Aufmerksamkeit erregt, keiner wurde so häufig parodiert, so innig geliebt und so leidenschaftlich gehasst, wie der Sohn eines Immobilienmoguls und Enkel eines deutschen Auswanderers. Sein Credo: "Dies ist kein Wahlkampf, dies ist eine Bewegung." Amerika wollte den Wandel. Der Drang nach etwas Neuem war nach acht Jahren Barack Obama größer als die Angst vor dem unberechenbaren Narziss aus New York. "Ich will ein Präsident für alle Amerikaner sein", sagte Trump nach der Wahl.

Trump hat Rückhalt in seiner Familie. Die Söhne Eric und Donald jr. sowie Tochter Ivanka haben ihm im Wahlkampf den Rücken gestärkt, sie dürften neben der künftigen First Lady Melania Trump (45) auch im Weißen Haus eine Rolle spielen - wenngleich eher im Hintergrund. Mit der PR-Strategin Kellyanne Conway und dem erzkonservativen Medienmacher Steve Bannon dürften die prägenden Figuren seines Wahlkampfes auch weiterhin eine Rolle spielen. Ansonsten ist sein politisches Team bisher wenig erkennbar.
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