Türkei hofft auf deutsche Fürsprache auf dem Weg in die Europäische Union

Türkei hofft auf deutsche Fürsprache auf dem Weg in die Europäische Union (dpa) Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hat Deutschland um mehr Unterstützung für einen EU-Beitritt seines Landes gebeten. Bei seinem ersten Besuch in Berlin begründete Davutoglu dies am Montag auch damit, dass einer anti-islamischen Stimmung entgegengewirkt werden müsse. Die Aufnahme eines muslimischen Landes würde der Europäischen Union (EU) eine neue Dimension geben. Der Beitritt der Türkei wäre deshalb ein "Friede
Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hat Deutschland um mehr Unterstützung für einen EU-Beitritt seines Landes gebeten. Bei seinem ersten Besuch in Berlin begründete Davutoglu dies am Montag auch damit, dass einer anti-islamischen Stimmung entgegengewirkt werden müsse. Die Aufnahme eines muslimischen Landes würde der Europäischen Union (EU) eine neue Dimension geben. Der Beitritt der Türkei wäre deshalb ein "Friedenssignal für die Welt". Kanzlerin Angela Merkel (CDU) steht einer Vollmitgliedschaft der Türkei jedoch weiterhin skeptisch gegenüber. Zugleich sprach sie sich für weitere Verhandlungen aus und betonte: "Der Islam gehört zu Deutschland." Die Türkei ist bereits seit 1999 Beitrittskandidat. Es gebe - wie zum Beispiel in der Zypern-Frage - noch viele Schwierigkeiten, sagte Merkel. "Es sind so viele Probleme derzeit zu lösen - die Stunden am Tag reichen gar nicht aus, das alles anzugehen." Merkel und Davutoglu vereinbarten, dass es künftig regelmäßige deutsch-türkische Regierungskonsultationen geben soll. Die Kanzlerin will 2016 mit Kabinettsmitgliedern zur ersten Runde nach Ankara reisen, wie Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilte. Bild: dpa
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