Überfall auf Sparkasse: Täter wahrscheinlich mit weißem Opel auf der Flucht
Mit Pistolen am Bankschalter

Bilder: rti
 

Tännesberg. (rti) „Ich dachte mir nur: ‚Was ist denn das für ein Verrückter, der seinen Wagen so komisch abstellt?‘“, beschrieb ein Zeuge die Situation vor der Sparkasse an der Kirchhofgasse. Der Einheimische hatte in seinem Auto auf seine Frau, die sich in der Bank befand, gewartet.

Ihm war kurz vor dem Überfall ein heller Opel mit eingeschalteter Warnblinkanlage aufgefallen. Das Fahrzeug parkte direkt vor dem Geldinstitut und stand auf der falschen Straßenseite.
„Plötzlich sind zwei maskierte und bewaffnete Personen aus der Sparkasse gekommen, ins Auto gesprungen und abgedüst“, sagte der Mann. Der Vorfall ereignete sich gegen 9.15 Uhr. Keine 15 Minuten später war die Polizei schon vor Ort und leitete eine Großfahndung ein. Dank des Zeugen hatten die Beamten auch das komplette Schwandorfer Autokennzeichen des Autos. Wie sich später herausstellte, war es in der Nacht von Montag auf Dienstag im Moosbacher Ortsteil Saubersrieth von einem Fahrzeug abmontiert worden.

Großfahndung ohne Erfolg

Offenbar hatten sich die Täter gut vorbereitet. Gegen 10 Uhr fanden Polizisten das Nummernschild. Es lag nach Auskunft von Pressesprecher Albert Brück vom Polizeipräsidium Oberpfalz „in einem Waldstück, das über den Waldlehrpfad zu erreichen ist“. Neben den Kennzeichen entdeckten die Beamten dort auch noch Kleidung, „die man den Tätern zuordnen kann“. Trotz der Großfahndung, in die auch ein Polizeihubschrauber, Beamte der Bundespolizei sowie tschechische Kollegen eingebunden waren, konnten die Täter bis zum späten Freitagnachmittag noch nicht gefasst werden.

Keine Verletzten

Während des Überfalls hielten sich zwei Angestellte und eine Kundin in der Bank auf. Eine weitere Frau wollte, als die Räuber aus der Bank flüchteten, diese betreten. Alle blieben körperlich unverletzt. Die Täter bedrohten die Sparkassenmitarbeiter mit Pistolen. „Die Angestellten und Kundinnen muss ich loben. Sie haben sehr besonnen reagiert“, erklärte Brück. Die genau Summe der Beute durfte der Oberkommissar aus „polizeitaktischen Gründen“ nicht nennen, da es sich dabei um Täterwissen handle.

Das Fachkommissariat K 2 der Kriminalpolizeiinspektion übernahm noch in den Vormittagsstunden am Tatort die Sachbearbeitung. Unterstützung erhielten sie von der örtlich zuständigen Polizeiinspektion Vohenstrauß und Spezialisten der Spurensicherung der Kripo Weiden.

Täterbeschreibung

Beide Täter sind etwa 170 Zentimeter groß, schlank und haben eine sportliche Statur. Einer von ihnen war mit einem dunklem Kapuzenpulli bekleidet. Sein Gesicht verdeckte er mit einem dunkel-weiß kariertem Tuch. Der andere Mann hatte einen dunklem Langarmpulli und darüber ein olivgrünes T-Shirt an. Er trug ein helles Baseballcap und verdeckte sein Gesicht mit einem bunten Tuch.

Hinweise zu dem Raubüberfall, den abgebildeten Personen oder Männern, die sich am Freitag nach 9.15 Uhr im Waldgebiet östlich von Tännesberg aufgehalten haben, nimmt die Kripo Weiden, Telefon 0961/401290, oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Zudem sind für die Beamten Beobachtungen zu dem Fluchtauto sowie dem entwendeten Kennzeichen in Moosbach wichtig.
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