Ukraine hebt umstrittene Einreiseverbote auf
Journalisten erlaubt

Eigentlich wollte die Ukraine mit ihren neuen Sanktionen Russland bestrafen. Doch auf der Liste mit Einreiseverboten stehen auch westliche Journalisten. Das Echo auf die umstrittenen Strafmaßnahmen trifft die proeuropäische Führung in Kiew prompt. Nach scharfer Kritik des Westens nahm die Ukraine Einreiseverbote für ausländische Journalisten wieder zurück.

Auf Anweisung von Präsident Petro Poroschenko strich der Nationale Sicherheitsrat am Donnerstag sechs westliche Reporter von seiner neuen Sanktionsliste, darunter mit Michael Rutz auch einen Deutschen. Rutz, ehemaliger Chefredakteur des "Rheinischen Merkur", zeigte sich überrascht vom Einreiseverbot. "Ich war noch nie in der Ukraine und habe auch nicht die Absicht, in nächster Zeit dorthin zu reisen", sagte er. Rutz sowie BBC-Mitarbeiter und zwei spanische Reporter wurden nach der scharfen Kritik von der Liste genommen.

Zuvor hatte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) die Einschränkungen als Verstoß gegen die Pressefreiheit verurteilt. Poroschenko hatte am Mittwoch die Sanktionen gegen Russland wegen des Krieges im Osten des Landes und der Annexion der Halbinsel Krim ausgeweitet. Mehr als 100 Firmen und Organisationen sowie fast 400 Personen sind betroffen.
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