Unklare Lage in Katalonien

Die Separatisten sind aus der als historisch eingestuften Wahl in Katalonien offensichtlich als eindeutig stärkste Kraft hervorgegangen. Nach einer Prognose des Senders TV3 verfehlten sie aber die absolute Mehrheit im Parlament der nordostspanischen Region.

Der katalanische Ministerpräsident Artur Mas hatte die vorgezogene Wahl als ein "Plebiszit" über eine Abspaltung der Region von Spanien angesetzt. Er hatte angekündigt, Katalonien in 18 Monaten zur Unabhängigkeit zu führen, wenn seine separatistische Allianz Junts pel Sí (Gemeinsam fürs Ja) die absolute Mehrheit von 68 Sitzen erreicht.

Nach der Prognose gewann das Bündnis aber nur 63 bis 66 der insgesamt 135 Mandate. Danach könnte die weit links stehende Partei CUP eine Schlüsselrolle einnehmen. Sie tritt ebenfalls für eine Abspaltung Kataloniens von Spanien ein, lehnt aber eine Bestätigung des Liberalen Mas im Amt des Regierungschefs strikt ab.
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