Unter Polizeischutz
Verstärkte Streifen für türkischstämmige Abgeordnete

Berlin/Amberg. (dpa/we) Türkischstämmige Bundestagsabgeordnete stehen nach Morddrohungen wegen ihrer Zustimmung zur Armenien-Resolution Medienberichten zufolge unter Polizeischutz. Dazu zählen zum Beispiel vermehrte Polizeistreifen im beruflichen und privaten Umfeld sowie im Einzelfall auch Personenschutz durch ein Spezialkommando der Bundeskriminalamts, wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" ("FAS") berichtete. Nach Angaben des ZDF gilt der Polizeischutz seit Samstag.

Aus dem Kreis der elf betroffenen Parlamentarier hieß es, es sei offen, ob jetzt für jeden Abgeordneten besondere Sicherheitsvorkehrungen gelten und dieser entsprechend eingestuft sei. Es habe ein allgemeines Treffen gegeben, bei dem das Bundeskriminalamt Hinweise gegeben habe. Das Auswärtige Amt (AA) riet laut "Spiegel" den Parlamentariern von Reisen in die Türkei ab.

Der Amberger Europa-Abgeordnete Ismail Ertug (SPD) ist von den Sicherheitsmaßnahmen nicht betroffen. Auf Anfrage unserer Zeitung sagte er: "Da ist es jetzt mal positiv, dass wir nicht so im Rampenlicht wie die Bundestagskollegen stehen." Ertug nannte die Äußerungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan eine "riesige Sauerei".
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