Unter Protest: Sanvartis übernimmt Patientenberatung
In privater Hand

(epd/dpa) Die Unabhängige Patientenberatung in Deutschland (UPD) wird ab Beginn nächsten Jahres vom Duisburger Unternehmen Sanvartis übernommen. Das teilte der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), am Montag in Berlin mit. Zwei Mitglieder des Beirates der Unabhängigen Patientenberatung erklärten daraufhin aus Protest ihren Rücktritt. Auch die Opposition kritisierte die Vergabe an eine Privatfirma. Die Einrichtung wird aus Mitteln der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) finanziert.

"Wir sind überzeugt, dass wir mit dem Angebot der Sanvartis GmbH das beste Angebot ausgewählt haben", sagte Gernot Kiefer, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes. Die Beratung werde auf allen Zugangswegen deutlich ausgebaut. Neben der Beratung an den festen Standorten solle es für Ratsuchende in ländlichen Gebieten zudem die Möglichkeit geben, sich in Beratungsmobilen zu informieren, erläuterte Kiefer. Der Vertrag mit Sanvartis läuft sieben Jahre. Der Etat der Beratungsstelle wird von bisher gut fünf auf neun Millionen Euro jährlich erhöht.
Weitere Beiträge zu den Themen: Politik (7296)Berlin (7520)September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.