Unterkunften müssen entsehen
In Bayern 25000 neue Plätze für Asylbewerber

München. In Bayern werden in diesem Jahr mindestens 25 000 neue Unterkunftsplätze für Flüchtlinge entstehen. Nach Angaben des Sozialministeriums in München sind allein 13 000 zusätzliche Plätze in der sogenannten Erstaufnahme geplant, derzeit sind es 23 000, bis Jahresende sollen es 36 000 werden. Das wäre im Vergleich zu Anfang 2015 eine Vervierfachung. Darüber hinaus planen die Bezirksregierungen Tausende neuer Plätze in Gemeinschaftsunterkünften für die sogenannte Anschlussunterbringung: Allein in Unterfranken, Mittelfranken, Niederbayern und der Oberpfalz sind bereits jetzt mehr als 12 000 Plätze fest eingeplant, wie die Behörden auf Anfrage mitteilten.

"Erstaufnahme" bedeutet die erste Unterkunft nach dem Eintreffen in Deutschland. Darauf folgt die sogenannte "Anschlussunterbringung", in der die Flüchtlinge und Asylbewerber den Ausgang ihres Asylverfahrens abwarten. Das umfasst einerseits die Gemeinschaftsunterkünfte und andererseits die dezentrale Unterbringung unter anderem in angemieteten Wohnungen. In der Oberpfalz stehen derzeit 3100 Plätze für Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften zur Verfügung; in Erstaufnahmeeinrichtungen, Dependancen und Notunterkünften sind es 3400. Geplant sind für dieses Jahr zusätzliche 3500 Plätze in Gemeinschaftsunterkünften sowie bis Mitte 2017 etwa 1600 Plätze in Erstaufnahmeeinrichtungen, Dependancen und Notunterkünften.
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