Update: Ufer wurde wegen eines amerikanischen Granatzünders in Dürnast gesperrt
Explosiver Fund im Weiher

Auf diesen Granatzünder trat ein Schüler beim Baden. Bild: Polizei

Dürnast (doz) Das nennt man wohl einen explosiven Fund. Ein Siebenjähriger fischte am Montagnachmittag einen amerikanischen Granatzünder aus dem Rennbachweiher, die Einheimische unter dem Namen Mühlweiher kennen, bei Dürnast. Die Gemeinde sperrte ihn daraufhin.

Der Junge war mit seiner Mama unterwegs. Beim Baden am südwestlichen Ufer trat er auf einen Gegenstand. Mutter und Sohn holten daraufhin den Großvater, der das verrostete Teil als Munition identifizierte. Der Senior rief sofort die Polizei, die das Landeskriminalamt (LKA) hinzuzog. Experten stellten nach einer Untersuchung fest, dass es sich beim rund 20 Zentimeter langen Gegenstand um einen amerikanischen Granatzünder handelte.

LKA entschärft

Das LKA hat ihn mittlerweile entschärft und zerstört. In der Pressemitteilung der Polizei ist von einer "kontrollierten Sprengung" am Montag um 20.10 Uhr die Rede. Dafür wurde kurzzeitig ein Teil der Staatsstraße 2966 gesperrt. Evakuierungen gab es laut Polizei nicht. Weil das Fundstück so stark verrostet war, lässt sich nicht sagen, um was für ein Modell es sich genau handelt. Fest steht: Es stammt nicht aus dem Zweiten Weltkrieg, sondern ist noch nicht so alt. Laut LKA lässt sich auch nicht sagen, wie gefährlich der Granatzünder letztendlich war.

Weiher nicht betretbar

Weiherhammers Bürgermeister Ludwig Biller teilte mit, dass der Weiher vorübergehend nicht mehr betreten werden darf. Bauhofmitarbeiter stellten am Dienstagnachmittag "Betreten verboten"-Schilder auf und sperrten einen rund 70 Meter langen Ufer-Abschnitt ab. Jenen, wo das Kind die Granate aus dem Wasser zog. Biller plant mit dem Grundstückseigentümer ein Gespräch zu führen, ob das Wasser einen Meter abgelassen werden kann. Dadurch könnte festgestellt werden, ob noch mehr Munition im Weiher versenkt liegt. Das Gewässer ist an den Fischereiverein Grafenwöhr verpachtet.
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