US-Präsident fordert mehr Einsatz gegen Terror - Anschläge in Nigeria und Somalia
Obama bestärkt Afrikaner

Keine amerikanischen Soldaten für den Kampf gegen Terroristen in Afrika: Das war eine der Botschaften Barack Obamas. Bild: dpa
(dpa/epd) US-Präsident Barack Obama hat ein Eingreifen amerikanischer Truppen in den Kampf gegen den islamistischen Terror in Ostafrika ausgeschlossen. Die Soldaten der Afrikanischen Union (AU) seien bestens ausgerüstet und selbst in der Lage, die Extremisten zu besiegen, sagte Obama bei einem Besuch in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Die äthiopischen Streitkräfte gehörten zu den effektivsten des Kontinents. "Wir brauchen keine Marines zu schicken", betonte Obama nach einem Treffen mit Ministerpräsident Hailemariam Desalegn. Der schwere Anschlag auf ein Hotel im somalischen Mogadischu, bei dem am Sonntag mindestens 18 Menschen gestorben waren, müsse aber eine Mahnung sein, im Kampf gegen islamistischen Extremismus nicht nachzulassen. Die somalische Terrormiliz Al-Shabaab, die sich zu dem Attentat bekannt hatte, bringe "nichts als Tod und Zerstörung, und sie muss gestoppt werden", erklärte Obama.

In Mogadischu hatte sich ein Selbstmordattentäter mit einem Lastwagen vor einem Hotel in die Luft gesprengt. Bei ihm handelte sich offenbar um einen Deutsch-Somalier. Das sagte ein ranghoher Sicherheitsbeamter. Der Attentäter habe beide Staatsbürgerschaften besessen und sei vermutlich vor einiger Zeit aus Europa nach Somalia zurückgekehrt. Ein Mädchen tötete unterdessen in Nigeria mit einem Selbstmordanschlag etwa 15 Menschen. Das Kind habe am Sonntag einen Sprengsatz auf einem Markt der Stadt Damaturu gezündet, wie die nigerianische Zeitung "Vanguard" berichtete.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen traf am Montag zu einem zweitägigen Besuch im westafrikanischen Mali ein, wo die Bundeswehr am Dienstag das Kommando über eine EU-Ausbildungsmission übernimmt.
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