US-Präsident wirbt "vor Ort" für Strafrechtsreform
Obama zu Besuch im Knast

US-Präsident im Knast: Als erster Chef im Weißen Haus hat Barack Obama ein Gefängnis besucht. Ziel seiner Visite in der Bundeshaftanstalt El Reno bei Oklahoma City (Oklahoma) war es, für eine umfassende Strafrechtsreform zu werben. Sie soll unangemessene Härten und Ungerechtigkeiten bei der Festsetzung von Strafen beseitigen und dadurch helfen, die aus den Nähten platzenden US-Gefängnisse zu leeren. In den USA sitzen 2,2 Millionen Menschen hinter Gittern - das sind 25 Prozent der Häftlinge auf der gesamten Welt. Amerikaner werden nicht nur häufiger bestraft als die Menschen in anderen Ländern, sondern auch härter. Und viele der Häftlinge sind jung. "Das ist nicht normal", sagte Obama. "So etwas gibt es nicht in anderen Ländern." Die Kosten für die US-Gefängnisse sind gigantisch. Laut Obama kostet der Strafvollzug das Land 80 Milliarden Dollar pro Jahr.
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