US-Republikaner nominieren Präsidentschaftskandidaten
Trumpps Triumph

Nach monatelanger Ungläubigkeit wirkt am Ende alles unausweichlich. Cleveland schreibt Geschichte: Die US- Republikaner machen den Geschäftsmann Donald Trump zu ihrem Präsidentschaftskandidaten.

Cleveland. Der Parteikonvent der US-Republikaner hat Donald Trump offiziell als Präsidentschaftskandidaten nominiert. Nach einem beispiellosen Vorwahlkampf erreichte der politische Quereinsteiger in der Nacht zum Mittwoch in Cleveland in einer zeremoniellen Abstimmung die nötige Mehrheit der Delegierten.

Staat für Staat bestätigte in dem Zeremoniell lautstark, wie viele Delegierte er für Trump in die Waagschale wirft. Trump hatte bereits in den Vorwahlen aller Bundesstaaten die nötige Hürde von 1237 Delegierten genommen.

Insgesamt wurden in Cleveland 1725 Delegierte für Trump gezählt, 475 für Texas' Senator Ted Cruz, 120 für Ohios Gouverneur John Kasich, 114 für Floridas Senator Marco Rubio, 7 für den früheren Kinderchirurgen Ben Carson, 3 für Floridas Ex-Gouverneur Jeb Bush und 2 für Kentuckys Senator Rand Paul.

Die formal entscheidenden Stimmen in Cleveland kamen am Dienstag (Ortszeit) um 19.12 Uhr Ortszeit aus New York, dem Heimatstaat des Immobilienmilliardärs. Trumps Sohn Donald Jr. verkündete sie, die Halle brach in Jubel und Gesänge aus, ein großer Videowürfel blendete Feuerwerk ein.

"Weg zu Ende gehen"


Per Akklamation nominierte der Konvent kurz darauf Mike Pence, Gouverneur von Indiana, als Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten. Sein formales Ja wird in seiner Rede am Mittwochabend (Ortszeit) erwartet. Trump muss die Nominierung am Donnerstag noch annehmen, eine Formsache. In einer Videobotschaft bedankte sich Trump beim Konvent. "Ich bin so stolz, der Nominierte zu sein", sagte er. Für die Präsidentenwahl am 8. November zeigte er sich zuversichtlich. "Aber wir müssen den ganzen Weg zu Ende gehen", sagte er.

New Jerseys Gouverneur Chris Christie, früher Staatsanwalt, heizte in einer Art Schauprozess den Konvent nochmals kräftig gegen Hillary Clinton auf. Auf seine rhetorischen Fragen nach Clintons Verantwortung brüllten die Delegierten wiederholt rhythmisch "Schuldig!" und "Sperrt sie ein!" Einer der Hauptredner war Trumps ältester Sohn Donald Jr., der danach viel Lob für seinen kraftvollen Auftritt erhielt.

Melanias Mitarbeiterin


Für das Plagiat in der Parteitagsrede von Donald Trumps Frau Melania hat eine Mitarbeiterin die Verantwortung übernommen. Die Rede vom Montag enthielt wörtliche Passagen einer Ansprache von Michelle Obama. Melania Trump habe die demokratische First Lady immer gemocht, erklärte Meredith McIver in einer Mitteilung des Trump-Teams.

Ich bin so stolz, der Nominierte zu sein.Donald Trump
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