US-Wahl
Enges Rennen zwischen Clinton und Trump

Hillary Clinton und Donald Trump. Bild: dpa (Foto: EPA)

Washington. Erstmals in der 240-jährigen Geschichte der USA hat mit der Demokratin Hillary Clinton am Dienstag eine Frau kurz davor gestanden, als erste Präsidentin des Landes Geschichte zu schreiben. Die meisten Umfragen sagten der früheren Außenministerin, Senatorin und First Lady einen Sieg voraus - es wäre 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts ein Meilenstein in der Geschichte der US-Demokratie. Clintons republikanischer Rivale ist der Milliardär Donald Trump.

Das Ergebnis der Wahl sollte erst am Mittwochmorgen feststehen. Der Sieger wird am 20. Januar in das Weiße Haus einziehen und Barack Obama nach dessen achtjährigen Amtszeit ablösen. Obama war der erste schwarze Präsident. Da sich das Clinton- und Trump-Lager besonders unversöhnlich gegenüberstehen, wurde mancherorts ein Ausbruch von Gewalt befürchtet. Trump hatte seine Anhänger aufgerufen, Wahllokale genau in Augenschein zu nehmen und etwaige Verstöße sofort zu melden. Während die Kandidaten noch bei ihren letzten Wahlkampfauftritten auf der Bühne standen, wurden am Dienstag die ersten Stimmen ausgezählt. Bei der traditionellen mitternächtlichen Abstimmung in drei Örtchen im US-Bundesstaat New Hampshire lag Trump in der Nacht mit insgesamt 32 zu 25 Stimmen gegen Clinton in Führung. In dem kleinsten der Orte, Dixville Notch, setzte sich Clinton mit 4:2 Stimmen gegen Trump durch.

Wahlberechtigt waren 219 Millionen Amerikaner. Am Ende gewinnt aber nicht der Kandidat, der landesweit die meisten Stimmen erzielt. Der US-Präsident wird indirekt gewählt. Jeder Bundesstaat hat eine bestimmte Zahl von Stimmen in einem 538-köpfigen Gremium aus Wahlmännern. Deren Zahl richtet sich nach der Größe des jeweiligen Staates. Das bevölkerungsreiche Kalifornien stellt 55 Wahlmänner, das kleine Delaware nur drei. Wer ins Weiße Haus will, braucht mindestens 270 Wahlmännerstimmen.
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