US-Wahl: Hillary Clinton gescheitert
Donald Trump wird Präsident und ruft zur Einheit auf

Donald Trump, der künftige Präsident der USA, spricht nach seinem Sieg vor seinen Anhängern - und schlägt moderate Töne an. Bild: dpa
 
Die Anhänger Hillary Clintons sind erschüttert, als Wahlkampfchef John Podesta verkündet, dass die Demokratin keine Rede mehr halten wird. Bild: dpa (Foto: EPA)
 
Anhänger von Donald Trump jubeln vor dem Weißen Haus in Washington. Bild: dpa (Foto: EPA)

Liebe Onetz-Leserinnen und -Leser,

Donald Trump wird der nächste Präsident der USA. Wir haben Sie hier seit 4 Uhr mit Einzelmeldungen der Nachrichtenagentur dpa auf dem Laufenden gehalten. Die Meldungen finden Sie weiterhin unten, chronologisch aufgelistet.



Eine Gesamtzusammenfassung finden Sie hier.

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9.01 Uhr:

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Bürger der Vereinigten Staaten nach seinem Wahlsieg zur Einheit aufgerufen. Er wolle das Land nun einen, sagte Trump am frühen Mittwochmorgen in New York vor Anhängern. Seine demokratische Konkurrentin Hillary Clinton habe ihn zuvor angerufen und zu seinem Sieg gratuliert. Er habe ihr und ihrer Familie für ihren harten Einsatz gedankt.

8.44 Uhr:

Hillary Clinton hat nach Angaben des Senders CNN in einem Telefonat mit Donald Trump ihre Niederlage bei den US-Präsidentschaftswahlen eingeräumt. Das berichtete der Sender am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit).

8.36 Uhr:

Donald Trump wird 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Bei der Wahl hat Trumps Kontrahentin Hillary Clinton nach Informationen der amerikanischen Nachrichtenagentur AP keine Chance mehr, auf die nötige Zahl von 270 Wahlmännern zu kommen.

8.31 Uhr:

Donald Trump hat nach Vorhersagen der US-Sender Fox News und CNN völlig überraschend den Bundesstaat Wisconsin gewonnen. Dieser unerwartete Sieg ist praktisch wahlentscheidend, Hillary Clinton hat kaum noch eine Siegchance.

8.17 Uhr:

Der US-Kongress bleibt komplett in der Hand der Republikaner. Die Konservativen konnten nach Angaben der US-Sender ABC und NBC auch die Mehrheit im Senat verteidigen, nachdem sie bereits im Repräsentantenhaus stärkste Kraft blieben.

8.11 Uhr:

Hillary Clinton wird nach ihrer wahrscheinlichen Niederlage bei der US-Präsidentenwahl keine Rede mehr in der Nacht zum Mittwoch (US-Ortszeit) halten. Ihr Wahlkampfchef John Podesta sagte in der Halle, das Ergebnis sei noch zu knapp, und alle wartenden Anhänger sollten nach Hause gehen.

8.08 Uhr:

Die offizielle Bestätigung von Donald Trump als Sieger bei den US-Präsidentschaftswahlen steht bevor. Dem Republikaner wurden bisher 247 Wahlleute aus 26 Staaten zugesprochen, Hillary Clinton kommt auf 215 Wahlleute in 17 Staaten und dem Regierungsbeirk DC. Während CNN die Staaten Wisconsin und Pennsylvania noch nicht ausgerufen hat, haben einzelne andere Medien Trump dort bereits als Sieger benannt. Gewinnt er beide Staaten, steht er als Sieger fest, noch hat sich aber kein Sender vorgewagt, ihm den Gesamtsieg zuzusprechen. Noch offen sind darüber hinaus Arizona, Minnesota, Michigan, Maine und New Hampshire.

7.21 Uhr:

US-Botschafter John B. Emerson sieht bei einem Wahlsieg des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump die US-Politik vor großen Umwälzungen. «Für die Vereinigten Staaten bedeutet das einen sehr dramatischen Wandel», sagte Emerson am Mittwoch im ZDF-«Morgenmagazin». Trump sei als Außenseiter ins Rennen gegangen, der nie ein öffentliches Amt inne hatte. «Und der wird jetzt plötzlich Präsident der Vereinigten Staaten werden, mit all der Macht, die zu diesem Amt gehört.» Frankreichs Botschafter in den USA, Gérard Araud, schrieb am Mittwochmorgen auf Twitter: «Nach Brexit und dieser Wahl ist von jetzt an alles möglich. Eine Welt stürzt vor unseren Augen ein. Taumel.» Kurz darauf war der Tweet wieder von dem Account verschwunden.

7.01 Uhr:

Die wenigen noch laufenden Auszählungen deuten inzwischen mit hoher Sicherheit auf einen Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentenwahl hin. Er steht laut CNN bei 238 Wahlleuten und 24 gewonnenen Staaten und kann seinen Vorsprung in den noch nicht komplett entschiedenen Staaten weiter ausbauen. Seine Konkurrentin Hillary Clinton steht bei 215 Wahlleuten aus 17 Staaten und dem Regierungsbezirk Washington DC. Trump hält sich in den noch fehlenden Staaten weiter gut. In Pennsylvania führt er inzwischen hauchdünn. Hier fehlen zudem noch Zahlen aus Lebanon County, wo der Republikaner Mitt Romney 2012 deutlich vorne lag. In Michigan hat Trump weiter 40 000 Stimmen Vorsprung, das entspricht dort einem Prozentpunkt derzeit.

Darüber hinaus hat der Nachrichensender Fox News ihm bereits Wisconsin mit 10 Wahlleuten zugesprochen. Auch in Utah sieht es für ihn nach einem sicheren Gewinn der 6 Wahlleute von dort aus. In Wisconsin hat seit Ronald Reagan 1984 kein Republikaner mehr gewonnen. Das Live-Prognosemodell der «New York Times»-Seite «Upshot» gibt Trump weiter eine Siegchance von über 95 Prozent. Auf der Wahlkarte fällt auf, dass Trump besonders im industriell geprägten Nordosten besser abschnitt als vorhergesagt, dazu zählen beispielsweise die Staaten Michigan, Wisconsin und Pennsylvania.

Bei den insgesamt abgegebenen Stimmen liegt Trump im Moment bei 48,2 Prozent, Clinton kommt auf 47,2 Prozent. Mit den noch auszuzählenden Stimmen aus Kalifornien ist es dennoch wahrscheinlich, dass sie in absoluten Zahlen vor Trump liegen wird. Hier sagt «Upshot» derzeit einen Vorsprung von 1,5 Prozent am Ende für die Demokratin voraus.

6.39 Uhr:

US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat nach Vorhersagen der US-Sender CBS und Fox News den Bundesstaat Utah für sich entschieden. In dem streng christlich-konservativen Staat hatten Umfragen Chancen für den unabhängigen Bewerber Evan McMullin gesehen, der aber letztlich chancenlos war. In Utah werden 6 Wahlmänner vergeben, 270 sind nötig zum Sieg.

6.20 Uhr:

Webseiten der kanadischen Einwanderungsbehörde waren in der US-Wahlnacht teilweise nicht mehr zu erreichen. Viele Amerikaner hatten während des Wahlkampfes immer wieder - scherz- oder ernsthaft - angekündigt, aus den USA auszuwandern, sollte Präsidentschaftskandidat Donald Trump gewinnen. Ob die Seiten wegen Überlastung nach Trumps überraschendem Vorsprung zusammengebrochen waren, blieb bis bislang unklar.

6.05 Uhr:

Donald Trump ist der Sieg in der US-Präsidentenwahl nur noch schwer zu nehmen. Aktuell hat er 232 Wahlleute aus 23 Bundesstaaten zugesprochen bekommen. Zudem sieht der Sender Fox News ihn in Wisconsin als Sieger - dort hat seit Ronald Reagan 1984 kein Republikaner mehr gewonnen.

5.40 Uhr:

Die Republikaner haben nach Hochrechnungen von US-Medien eine gute Chance, ihre Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses zu behalten. Laut Analysen der «New York Times» und des Online-Portals «FiveThirtyEight» erschien es am Mittwochmorgen nicht mehr allzu wahrscheinlich, dass die Demokraten die Konservativen als stärkste Kraft im Senat ablösen könnten. Im Repräsentantenhaus verteidigte die Partei von Donald Trump bereits ihre Mehrheit.

5.29 Uhr:

Der deutsche Leitindex Dax wird angesichts der US-Wahl am Mittwoch aktuell tief rot erwartet. Der Broker IG taxierte den Dax zum Handelsstart am Mittwoch um 9 Uhr mit 4,12 Prozent auf 10 050 Punkte im Minus. In Asien stehen die Aktienmärkte unter Druck. Die amerikanischen Aktienmärkte werden derzeit auch stark im Minus erwartet.

4.58 Uhr:

Der überraschende Vorsprung des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump hat die Preise der beiden wichtigsten Ölsorten am frühen Morgen fallen lassen. Beide Werte verloren um mehr als drei Prozent. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent fiel bis auf 44,56 US-Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit August. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI fiel bis auf 43,31 Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit September.

4.29 Uhr:

Aus Nervosität über den Ausgang der Wahl in den USA haben die Aktienmärkte in Asien am Mittwoch deutlich nachgegeben, während der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump in wichtigen Bundesstaaten führte. Angesichts des Kopf-an-Kopf-Rennens sackte der Nikkei-Index am Mittwoch zum Ende Vormittagshandels um 2,23 Prozent oder 382 Punkte, während er am Morgen noch mit einem Plus von fast 1,5 Prozent gestartet war. Auch die Börse in Hongkong gab nach. Der Hang Seng-Index verlor um knapp zwei Prozent. Ähnlich ging in Seoul der Kospi-Index um knapp zwei Prozent zurück.

4.25 Uhr:

Die Chancen von Donald Trump für einen Sieg in der US-Präsidentenwahl steigen. Aktuell hat Trump 149 Wahlleute aus 18 Bundesstaaten zugesprochen bekommen, Hillary Clinton steht bei 109 aus 10 Staaten und dem Regierungsbezirk Washington DC. In entscheidenden Bundesstaaten liegt die zuvor favorisierte Clinton bei der Auszählung der Stimmen hinten. In den Staaten, in denen noch gewählt wird, waren ihr ohnehin Siege vorhergesagt worden.

3.02 Uhr:

Die Republikaner haben erwartungsgemäß ihre Mehrheit im US-Abgeordnetenhaus verteidigt. Das berichteten unter anderen die US-Fernsehsender NBC und ABC auf der Grundlage von Hochrechnungen und ersten Stimmauszählungen. Die Amerikaner hatten am Dienstag zeitgleich mit der Präsidentenwahl über alle 435 Mandate im Repräsentantenhaus abgestimmt. Die Demokraten hätten 30 Sitze dazugewinnen müssen.
2 Kommentare
7
Manfred Sölkner aus Breitenbrunn | 09.11.2016 | 10:13  
54
Stefan Kreuzeck aus Pfreimd | 09.11.2016 | 19:05  
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