US-Wahlkampf
Republikaner-Kandidaten unterstützen plötzlich Donald Trump

Washington. Die jüngste TV-Debatte der Republikaner endete in der Nacht zum Freitag mit einer faustdicken Überraschung: Alle Bewerber im Rennen um das Weiße Haus versprachen, am Ende der Vorwahlen jeden Präsidentschaftskandidaten der Partei zu unterstützen - selbst wenn das Donald Trump sein sollte. Seine verbliebenen Konkurrenten Ted Cruz, Marco Rubio und John Kasich sagten dies dem Milliardär für den Falle seines Sieges nach den Vorwahlen zu.

Dieses Signal der Einigkeit war so nicht erwartet worden. Führende Parteivertreter versuchen seit Tagen mit Macht, einen Kandidaten Trump zu verhindern. Das Unterstützungs-Versprechen aller Kandidaten läuft dieser Strategie vollkommen zuwider. Ein viel beachteter Auftritt Mitt Romneys in Utah hatte zuvor die Spaltung der Republikaner belegt. Der 2012 im Rennen gegen den Demokraten Barack Obama gescheiterte Präsidentschaftsbewerber rief dazu auf, Trump keinesfalls für die Kandidatur zu nominieren.

Der Rest der TV-Debatte bestand aus heftigen gegenseitigen Angriffen sowie dem erfolglosen Versuch, den derzeit führenden Trump niederzuringen. Der zeigte sich gewohnt rüpelhaft: "Dieser kleine Junge verbreitet ständig Lügen über mich", sagte Trump an die Adresse Marco Rubios und nannte ihn öfter "kleiner Marco". "Donald Trump hat die Korruption in Washington jahrelang unterstützt", sagte der erzkonservative Kandidat Ted Cruz. "Herumzubrüllen und zu fluchen, macht einen noch nicht zu einem starken Mann." Trump hat 10 der bisher 15 US-Vorwahlen gewonnen. Am Samstag wählen die Republikaner in Kansas, Kentucky, Louisiana und Maine.
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