USA mit erweiterter Strategie gegen IS-Terrormiliz
Kampf am Boden

Ashton Carter. Bild: dpa
Die USA sind grundsätzlich auch zu bewaffneten Kämpfen am Boden gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bereit. Washington werde nicht davor zurückschrecken, Partner bei Attacken gegen den IS zu unterstützen oder solche Einsätze selbst auszuführen, "ob durch Angriffe aus der Luft oder direkte Handlungen am Boden", sagte Verteidigungsminister Ashton Carter am Dienstag.

"Die Umsetzung unserer Strategie kann und muss und wird gestärkt werden", sagte Carter in einer Anhörung im Streitkräfteausschuss des Senats. Teil des verstärkten Kampfs sei auch eine höhere Zahl an Luftschlägen in Syrien, sowohl auf ranghohe Mitglieder der Terrormiliz als auch auf vom IS kontrollierte Ölfelder. Die seit Wochen diskutierte Flugverbotszone über Syrien, wo auch Russland Angriffe fliegt, habe Carter US-Präsident Barack Obama bisher nicht empfohlen. Die Option sei aber noch nicht vom Tisch.

Eine US-Spezialeinheit hatte vergangene Woche mit kurdischen und irakischen Kämpfern rund 70 Geiseln im Nordirak befreit. Seitdem steht erneut der Vorwurf des sogenannten Mission Creep im Raum: Obama hatte den Einsatz bewaffneter Kampftruppen am Boden im Irak und in Syrien ausgeschlossen. Stabsfeldwebel Joshua Wheeler, der nach einem Feuergefecht bei der Befreiungsaktion starb, ist der erste durch eine direkte Kampfhandlung getötete US-Soldat im Krieg gegen den IS.
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