USA und Russland einig
Feuerpause für Syrien geplant

Washington. Nach zahlreichen diplomatischen Rückschlägen haben sich die USA und Russland am Montag auf die Bedingungen für eine Feuerpause im Bürgerkriegsland Syrien geeinigt. Die Waffenruhe soll am Samstag um 0 Uhr Ortszeit Damaskus (26. Februar 23 Uhr MEZ) beginnen, wie das US-Außenministerium am Montag mitteilte. Die Regierung in Moskau, die die Regierung von Präsident Baschar al-Assad stützt, bestätigte die Einigung. Die Präsidenten Wladimir Putin und Barack Obama telefonierten am Montag auf Bitten Putins miteinander, wie ein Sprecher des Weißen Hauses sagte. Es gelte nun, die Abmachungen in Kraft zu setzen. Gleichzeitig bremste der Sprecher überhöhte Erwartungen. "Wir wissen, dass noch eine Menge Hindernisse im Weg stehen", sagte er. "Wir betrachten es als Chance." Demnach müssen das Assad-Regime und die Oppositionskräfte bis Freitagmittag erklären, ob sie die Bedingungen annehmen. Die Vereinbarung gelte nicht für Gruppierungen, die vom UN-Sicherheitsrat als Terrororganisationen eingestuft sind, darunter die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und die Al-Nusra-Front, ein Ableger von Al-Kaida. Diese können weiterhin von den USA wie auch von Russland bekämpft werden. Putin rechnet mit internationaler Unterstützung für die angestrebte Waffenruhe. Das Abkommen zwischen Moskau und Washington könne ein Beispiel sein für die Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus, sagte Putin am Montag in einer Fernsehansprache. Nun bestehe eine realistische Chance auf ein Ende des Blutvergießens. Sollte die Feuerpause tatsächlich in Kraft treten, käme sie mit einer einwöchigen Verspätung. Am Rande der Sicherheitskonferenz in München hatten die Konfliktparteien sich darüber verständigt, eine Feuerpause einzuleiten, die am vergangenen Freitag starten sollte.

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