USA will Feuerpause fortsetzen
Assad beendet Waffenruhe

Damaskus. Syriens Armee hat die Waffenruhe für das Bürgerkriegsland eine Woche nach ihrem Beginn für beendet erklärt. "Bewaffnete terroristische Gruppen" hätten sich nicht an die Umsetzung der Abmachung gehalten, teilte die Führung am Montag laut der syrischen Nachrichtenagentur Sana mit. In verschiedenen Gebieten habe es mehr als 300 Verstöße gegeben. Syriens Armee habe dagegen größte Zurückhaltung an den Tag gelegt, hieß es weiter.

Die von den USA und Russland ausgehandelte Waffenruhe hatte in den ersten Tagen größtenteils gehalten. Zuletzt wurde sie jedoch immer brüchiger. Die USA wollten die Vereinbarung noch nicht aufgeben. Man sei bereit, die Feuerpause zu verlängern, erklärte der Sprecher des Außenministeriums, John Kirby, in einer Mitteilung. Man werde mit der russischen Seite beraten und sie weiter dazu drängen, ihren Einfluss auf das Regime von Baschar al-Assad geltend zu machen.

Nachdem die Armee die Waffenruhe für beendet erklärt hatte, bombardierten Kampfflugzeuge Aleppo und das Umland, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montagabend. Während der Waffenruhe erhielten notleidende Menschen in Rebellengebieten Hilfe von außen. Lastwagen mit Hilfsgütern für 84 000 Menschen hätten etwa Talbiseh erreicht, teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz mit. 40 Lastwagen mit Gütern für rund 275 000 Menschen in Aleppo müssten hingegen weiter an der Grenze zur Türkei warten, erklärte ein UN-Sprecher.
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