USA zerstören Radaranlagen von Huthi-Rebellen
Eingriff im Jemen

Sanaa/Washington. Nach mehr als eineinhalb Jahren Bürgerkrieg im Jemen haben die USA erstmals offiziell in dem Konflikt eingegriffen. Dem Pentagon zufolge wurden am Donnerstag Radaranlagen an der jemenitischen Küste im Gebiet der Huthi-Rebellen zerstört. Die USA begründeten den Angriff damit, dass zum zweiten Mal binnen vier Tagen der US-Zerstörer "Mason" vor der Küste des Jemens aus dem Gebiet der schiitischen Rebellen beschossen worden sei. Mindestens eine Rakete sei abgewehrt worden. Überprüfen ließen sich die Angaben nicht.

Die schiitischen Huthis kämpfen im Jemen gegen die von den sunnitischen Golfmonarchien und den USA unterstützte sunnitische Regierung. Sie beherrschen Teile vor allem im Norden des Landes sowie die Hauptstadt Sanaa. Eine saudisch geführte Militärkoalition unterstützt die Regierung und bombardiert die Huthis aus der Luft. Dabei starben auch immer wieder viele Zivilisten.

Unterdessen wurde bekannt, dass der verheerende Angriff mit mindestens 140 Toten auf eine Trauerfeier in der Hauptstadt Sanaa am Samstag mit mindestens einer Bombe amerikanischer Bauart ausgeführt wurde. Der Angriff erfolgte wahrscheinlich von der saudisch geführten Militärkoalition.
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