Verbraucherschutz bei Apps und im Online-Handel
Mehr Transparenz im Netz

Berlin. (dpa) Verbraucherschutzminister Heiko Maas (SPD) will mehr Transparenz und Datenschutz bei Apps für Smartphones und Tablets erreichen. Das Ministerium hat dazu Gespräche mit Entwicklern, Testern und Anbietern dieser Programme angestoßen, ebenso mit Verbraucher-, Jugend- und Datenschützern. Ziel ist, Standards für Apps zu vereinbaren, unter anderem zu Verbraucherinformationen und Datenschutz. Dazu hat das Ministerium ein Papier mit ersten Vorstellungen erarbeitet, das der dpa vorliegt. Verbraucher sollen demnach unter anderem vor dem Download einer App klar und verständlich über deren Funktionsweise und die Datenverarbeitung informiert werden sowie die Kontrolle über ihre eigenen Daten in der Hand haben. Der IT-Branchenverband Bitkom äußerte sich skeptisch zu der Initiative. Die gesetzlichen Vorgaben führten schon jetzt zu langen und komplizierten Datenschutzhinweisen, die viele Verbraucher weder lesen noch verstehen würden. Maas will das Thema bei der in Düsseldorf laufenden Konferenz der Verbraucherschutzminister ansprechen. Dort beraten die Minister auch über einen besseren Schutz vor versteckten Preisaufschlägen im Online-Handel. Dernordrhein-westfälische Verbraucherschutzminister Johannes Remmel sagte, es sei technisch und aufgrund massiver Datensammlungen längst möglich, Preise individuell zuzuschneiden, ohne dass der Kunde dies merkt. Dem müsse man entgegenwirken.

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