Verdächtiger flüchtete über Gleise
Schüsse sollten vor Lebensgefahr warnen

Symbolbild: dpa

Schwandorf. Die Schüsse, die am Samstagabend im Gleisbereich des Schwandorfer Bahnhofs gefallen sind, waren Warnschüsse. Das gab das Hauptzollamt Regensburg am Montagnachmittag bekannt. Bislang war es unklar, warum die Schüsse abgegeben worden waren. Laut der aktuellen Pressemitteilung sollten sie einen flüchtenden Verdächtigen auf den Gleisen vor einem herannahenden Zug warnen.

Der Mann war am Samstag im Zug von Prag nach München durch Zollbeamte des Hauptzollamts Regensburg zollrechtlich überprüft worden. "Nachdem sich konkrete Hinweise auf den Verdacht der illegalen Einfuhr von Betäubungsmitteln ergeben hatten, sollte die Kontrolle am Bahnhof Schwandorf fortgesetzt werden", heißt es in der aktuellen Pressemitteilung. Zuvor waren bereits die Personalien des Mannes festgestellt worden.

Lebensgefährliche Flucht

Beim Halt des Zuges am Bahnhof Schwandorf sei der Verdächtige völlig überraschend vom Bahnsteig gesprungen, so das Hauptzollamt. Er habe versucht, sich einer vorläufigen Festnahme durch eine lebensgefährliche Flucht über die Gleisanlagen zu entziehen. "Die Zollbeamten verfolgten den Verdächtigen und forderten den Mann durch lautes Zurufen mehrfach zum Stehenbleiben auf", heißt es weiter. Als ein Zug in den Bahnhof einfuhr, "gaben die Beamten zusätzlich drei steil in die Luft gerichtete Alarmschüsse ab, um den Flüchtenden auf die lebensgefährliche Situation aufmerksam zu machen". Der Flüchtende reagiert allerdings laut Hauptzollamt nicht auf die Warnschüsse. Um sich nicht selbst zu gefährden, brachen die Zollbeamten die Verfolgung ab. In der offiziellen Mitteilung wird betont: "Bei dem Schusseinsatz wurden keine Personen gefährdet, noch wurden Personen verletzt oder ist ein Sachschaden entstanden." Die Ermittlungen zu dem Fall dauerten an, weitere Auskünfte zu dem laufenden Verfahren können, so das Hauptzollamt, nicht erteilt werden.
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