Verkehrsunfall auf der A 93: Ein Toter, mehrere Verletzte und 500.000 Euro Schaden ...
Loses Rad mit fatalen Folgen

Der Fahrer des mit Holz beladenen Sattelzugs konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten und fuhr auf die zwei stehenden Fahrzeuge auf. Bild: bk-media

Schwandorf. (ch) Ein verlorenes Rad löste am Mittwoch einen schweren Lkw-Unfall auf der Autobahn A 93 aus. Drei Menschen wurden verletzt, ein 22-Jähriger erlag am frühen Abend seinen Verletzungen. Er war Beifahrer in einer Zugmaschine, die sich in die Lücke zwischen zwei stehenden Lkw bohrte.

Ob Materialermüdung, Schlamperei oder ein anderer Fehler: Was genau der Grund dafür war, dass sich das Hinterrad von einem Lastwagen aus Tschechien löste, werden Gutachter klären. Das lose Rad wurde zum Auslöser eines schweren Verkehrsunfalles, der am Mittwoch auf der Autobahn A 93 einen Schwerst- und zwei Schwerverletzte forderte. Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen der Autobahnpolizei bei mindestens einer halben Million Euro.

Tschechischer Lkw war der Auslöser

Ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen ereignete sich heute auf der A93 in Höhe Schwandorf. Auslöser sei nach Angaben der Polizei ein tschechischer Lkw gewesen, von dem sich der linke Hinterreifen gelöst hatte. Drei Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 500.000 Euro.

Fatale Kettenreaktion

Der tschechische Lkw war gegen 6.30 Uhr kurz nach der Anschlussstelle Schwandorf Mitte Richtung Regensburg unterwegs, als sich das Rad löste und auf der Fahrbahn liegen blieb. Drei Pkw rammten den Reifen, blieben beschädigt liegen. Jetzt folgte eine fatale Kettenreaktion. Der Fahrer eines nachfolgenden Sattelzuges mit Kühlauflieger und ein Kastenwagen konnten vor den beschädigten Autos noch bremsen. Zwischen den Lkw blieb eine schmale Lücke. Ein weiterer Sattelzug, der mit Holzbalken beladen war, konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten.

In die Lücke gebohrt

Die Zugmaschine des Lkw bohrte sich in die Lücke, die zwischen den stehenden Lastwagen geblieben war und wurde regelrecht eingequetscht. Dabei zog sich der 22-jährige Beifahrer des Holztransporters seine lebensgefährlichen Verletzungen zu, an denen er später starb. Auch der Fahrer wurde verletzt. Schließlich näherte sich noch ein Gefahrguttransporter, der Schwefelsäure geladen hatte. Dessen Fahrer konnte noch ausweichen und fuhr in die Bankette. Ein weiterer Pritschenwagen prallte auf den Tanklaster. Der Tank blieb unbeschädigt.

Drei Wehren im Einsatz

Die Feuerwehren aus Wackersdorf, Schwandorf und Schwarzenfeld eilten zur Unfallstelle. Sie befreiten die beiden Insassen des Holztransporters, die im demolierten Führerhaus eingeklemmt waren. 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz, den der Wackersdorfer Kommandant Josef Kehl leitete. Ärzte und Sanitäter kümmerten sich um die Verletzten, zu denen auch der Fahrer des Kühl-Lastwagens gehörte. Der 22-Jährige aus dem Kreis Tirschenreuth wurde wegen der Schwere seiner Verletzungen mit dem Hubschrauber in ein Regensburger Krankenhaus geflogen, wo er laut Polizei am Abend starb. Die beiden weiteren Verletzten wurden mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Langer Stau im Berufsverkehr

Die Autobahn Richtung Süden wurde bis 15 Uhr zwischen Schwandorf und Klardorf komplett gesperrt. Gutachter nahmen auf Anordnung der Staatsanwaltschaft die Unfallstelle und die beteiligten Fahrzeuge unter die Lupe, ehe am frühen Nachmittag mit schwerem Gerät die Bergung der Havaristen beginnen konnte. Im morgendlichen Berufsverkehr hatte sich wegen des Unfalls ein langer Stau gebildet. Im Laufe des Vormittags beruhigte sich die Verkehrslage, die Umleitung funktionierte.
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