Video der Bluttat im Internet veröffentlicht
IS-Milizen töten Franzosen

Der Terror der IS-Milizen und ihrer Ableger greift inzwischen weit über die Konfliktländer Syrien und Irak hinaus. 3000 Kilometer weiter westlich wird ein französischer Tourist verschleppt und allem Anschein nach enthauptet.

Der von Dschihadisten in Algerien entführte französische Tourist ist von diesen hingerichtet worden. Das bestätigte Frankreichs Präsident François Hollande am Mittwoch am Rand der UN-Vollversammlung in New York. Die Terrorgruppe Jund al-Chilafa, ein Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), veröffentlichte ein Video der Bluttat im Internet.

Der verschleppte Franzose wurde allem Anschein nach wie bereits drei andere IS-Geiseln zuvor enthauptet. Im Namen der IS-Terroristen waren zuvor bereits zwei US-Journalisten und ein britischer Entwicklungshelfer ermordet worden. Der 55-jährige Franzose war am Sonntag in einer bergigen Region bei Tizi Ouzou etwa 110 Kilometer östlich der Hauptstadt Algier gekidnappt worden. Frankreichs Präsident hatte dem algerischen Premierminister Abdelmalek Sellal volle Unterstützung zugesagt. Algerische Einheiten suchten den Franzosen mit 1500 Soldaten. Paris lehnte Verhandlungen mit den Entführern mehrfach ab. "Frankreich lässt sich nicht erpressen", hatte Regierungschef Manuel Valls gesagt.

Drohungen an Berlin

Nach einer Todesdrohung gegen zwei deutsche Geiseln auf den Philippinen sieht die Bundesregierung keine Veranlassung, ihre Strategie im Kampf gegen die islamistische Terror-Miliz IS zu ändern. Im Internet kursierten am Mittwoch Botschaften, wonach die philippinische Terrorgruppe Abu Sayyaf mit der Tötung der beiden im April entführten Segler droht, falls kein Lösegeld gezahlt wird. Zugleich wurde die Forderung erhoben, Deutschland dürfe sich nicht am Kampf gegen die Terror- Miliz Islamischer Staat in Syrien und im Irak beteiligen.
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