Visafreiheit für Türken
„60 Jahre alter Traum“

Brüssel. Nach der Einigung zwischen der EU und der Türkei in der Flüchtlingskrise hat der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu von einem "historischen Tag" gesprochen. "Heute erkennen wir, dass die Türkei und die EU dasselbe Schicksal, dieselben Herausforderungen, dieselbe Zukunft haben", sagte Davutoglu am Freitag in Brüssel.

Zur geplanten Aufhebung der Visumspflicht für Türken bei Reisen in den Schengen-Raum sagte Davutoglu, von den 72 Bedingungen dafür habe sein Land 37 erfüllt. Er hoffe, dass die Türkei bis Anfang Mai alle noch offenen Punkte abarbeiten werde. Wenn alles glatt läuft, dürften Türken die ersehnte Visafreiheit bei Reisen in den Schengen-Raum ab Ende Juni bekommen. "Das ist ein 50, 60 Jahre alter Traum für unsere Bürger", hatte Davutoglu vor dem Gipfel gesagt. Umstritten ist die Visafreiheit innerhalb der EU-Staaten trotzdem. Gegner befürchten, dass dann massenweise Türken gerade nach Deutschland strömen könnten, um sich dort illegal niederzulassen.

Besonders wichtig ist der Türkei aber die Wiederbelebung des EU-Beitrittsprozesses, die jetzt in Gang kommen könnte, obwohl Zypern Bedenken angemeldet hatte.
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