Von Leistungsbeträgen bis zum Lohnersatz
Die Pflegereform

Die Pflegereform wurde am Freitag im Bundestag beschlossen und dürfte den Bundesrat unverändert passieren. Die Kernpunkte:

Leistungsbeträge: Sie steigen um vier Prozent.

Kurzzeit- und Verhinderungspflege: Leistungen können besser kombiniert werden. Zuhause Gepflegte sollen leichter vorübergehend im Heim oder von ambulanten Diensten betreut werden können. Tages- und Nachtpflege kann neben Geld- und Sachleistungen beansprucht werden.

Betreuung: Der Anspruch auf Betreuung durch Helfer in der ambulanten Pflege wird ausgeweitet - neu: Hilfe im Haushalt oder Alltagsbegleiter. Bis zu 40 Prozent der ambulanten Pflegesachleistung können dafür eingesetzt werden. Die Zahl zusätzlicher Betreuungskräfte in Heimen kann von 25 000 auf bis zu 45 000 steigen.

Umbau: Der Zuschuss zu behindertengerechten Umbauten steigt auf bis zu 4000 Euro pro Maßnahme.

Beitragssatz: Er steigt Anfang 2015 von derzeit 2,05 Prozent (Kinderlose: 2,3) um 0,3 Punkte und im Jahr 2017 um weitere 0,2 Punkte.

Demenzkranke: Auch wer nicht die Pflegestufen 1 bis 3 hat, erhält Zugang zu allen ambulanten Leistungen. 2015 soll per weiterem Gesetz ein neues Verfahren zur Begutachtung von Pflegebedürftigkeit vorbereitet werden. Mehr Demenzkranke sollen berücksichtigt werden.

Lohnersatz: Die Pflegeversicherung zahlt künftig einen Lohnersatz für zehn Tage bezahlte Freistellung vom Beruf für Pflege.
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