Vorbild für die Wiesn

Trotz heftiger Kritik hat die Gemeinde Hardheim (Baden-Württemberg) ihre Benimmregeln für Flüchtlinge verteidigt. "Im Sinne der Integration werden wir an dem Leitfaden festhalten", sagte Bürgermeister Volker Rohm (Freie Wähler) am Freitag. "Die Flüchtlinge werden davon profitieren".

Die Verwaltung der 4600-Einwohner-Gemeinde war in die Kritik geraten, weil sie für die in Hardheim untergebrachten 1000 Flüchtlinge ein Regelwerk aufgestellt hatte. Es enthält vor allem Ermahnungen wie "Deutschland ist ein sauberes Land und das soll es bleiben!" sowie "In Deutschland bezahlt man erst die Ware im Supermarkt, bevor man sie öffnet." Laut Rohm soll eine neue Version des Leitfadens ergänzt werden um den Satz "Seien Sie versichert, dass unser Regelwerk in keiner Weise eine Art von Diskriminierung oder gar rassistischer Ablehnung zum Hintergrund hat". Neben Kritik erntete die kleine Gemeinde auch Spott im Netz. "Verhaltensregeln aus #Hardheim sind doch super, sollte man gleich an alle Bürger verteilen. ;-)", empfahl ein Twitter-Nutzer namens "HochAlb". "DaniEla" schrieb "Die "Benimmregeln" von #Hardheim könnten genauso am Eingang zur #Wiesn hängen oder zu jedem Stadtpark in Berlin."
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