Vorerst bleibt es beim Besuchsverbot für Abgeordnete
Erdogan bleibt hart

Berlin/Istanbul. Im Streit um das Besuchsverbot für Bundestagsabgeordnete auf der türkischen Luftwaffenbasis Incirlik zeichnet sich vorerst keine Lösung ab. Ein Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am Rande des Nato-Gipfels in Warschau brachte am Wochenende keinen Durchbruch. Merkel pochte am Sonntag auf eine Besuchsmöglichkeit für Abgeordnete. "Es muss weitergearbeitet werden", sagte sie dem ZDF auf die Frage, ob ein Abzug der deutschen Soldaten infrage komme. Es war das erste formelle Treffen der beiden seit der Verabschiedung der Armenier-Resolution im Bundestag Anfang Juni, durch die sich die deutsch-türkischen Beziehungen weiter verschlechterten. Dagegen nähern sich Ankara und Moskau acht Monate nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Türkei im Grenzgebiet zu Syrien wieder an. Erstmals landete am Samstag wieder ein russischer Ferienflieger in der Türkei. Weitere sollen folgen. Ende Juni hatten beide Länder ihren Streit beigelegt. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte das Charterflugverbot aufheben lassen. Zuvor hatte Erdogan sein Bedauern über den Zwischenfall geäußert. Zur weiteren Annäherung planen Russland und die Türkei Ende Juli ein Treffen auf Ministerebene.

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