Vorstoß zu rot-rot-grünem Bündnis
Sigmar Gabriel fühlt sich falsch verstanden

Berlin. Die Union hat den Linksbündnis-Vorstoß von SPD-Chef Sigmar Gabriel für scharfe Angriffe gegen die Sozialdemokraten genutzt. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagte am Montag: "Ich glaube, das ist der verzweifelte Versuch, irgendwie auf die Beine zu kommen."

Gabriel selbst relativierte seinen jüngsten Aufruf, der parteiübergreifend und in den eigenen Reihen als Signal für ein rot-rot-grünes Bündnis von SPD mit Linken und Grünen verstanden worden war. Gabriel meinte, wer seinen Gastbeitrag im "Spiegel" auf Parteitaktik und Koalitionen reduziere, gehe zu unernst mit dem Erstarken rechter Kräfte in Deutschland um. Darum sei es ihm nicht gegangen. Seit dem Absturz in den Meinungsumfragen auf um die 20 Prozent ist Gabriel dabei, den Kurs der SPD stärker nach links auszurichten. Die Linkspartei forderte den SPD-Chef auf, jetzt über konkrete gemeinsame Vorhaben zu reden. Beifall bekam Gabriel von den Jusos. "Sigmar Gabriel rennt mit seinem Vorstoß offene Türen bei den Jusos ein", sagte die Chefin des SPD-Nachwuchses, Johanna Uekermann, der Berliner "taz". In der Union will CSU-Chef Horst Seehofer den monatelangen Zwist mit der Kanzlerin beenden. Neuen Streit werde es auf der Unions-Klausur am Freitag und Samstag in Potsdam jedenfalls nicht geben, prognostiziert der CSU-Chef.
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