Vorwahl-Marathon in den USA
Trump und Clinton sammeln weitere Punkte

Donald Trump. Bild: dpa

Las Vegas. Wichtige Siege in der dritten Etappe des US-Vorwahlkampfes: Donald Trump hat South Carolina bei den Republikanern klar für sich entschieden, Hillary Clinton gewann den Staat Nevada bei den Demokraten.

Jeb Bush zog mittlerweile die Konsequenzen aus seinem schlechten Abschneiden und stieg aus dem Rennen aus. Bush, Sohn und Bruder früherer US-Präsidenten, war im Wahlkampf ein Top-Favorit der ersten Stunde. Es gelang ihm aber trotz millionenschwerer Unterstützung zu keiner Zeit, ausreichend Stimmen auf sich zu vereinen. Der Multimilliardär Trump landete in South Carolina mit etwa 32,5 Prozent auf Platz eins. Auf Platz zwei kam Floridas Senator Marco Rubio (22,5 Prozent) knapp vor Ted Cruz, dem Senator aus Texas (22,3 Prozent). Bei den Republikanern wird sich das Rennen zwischen drei Bewerbern entscheiden: Trump, Rubio und Cruz.

Bei den Demokraten fuhr Hillary Clinton in Nevada einen wichtigen Sieg ein. Die frühere Außenministerin setzte sich knapp gegen ihren letzten verbliebenen innerparteilichen Kontrahenten, Senator Bernie Sanders aus Vermont durch. Clinton kam auf rund 52 Prozent der Stimmen, für Sanders votierten 48 Prozent. Nevada ist nach Iowa der zweite von bisher drei Vorwahl-Staaten, die Clinton für sich entscheiden konnte. Am Samstag steht für die Demokraten in South Carolina die nächste Wahl an. In dem Südstaat führt Clinton in den Umfragen deutlich, vor allem bei dem hohen Anteil afro-amerikanischer Wähler. Die Republikaner wählen am Dienstag in Nevada.

Clinton dankte Wählern und Wahlkampfteam. "Der Kampf geht weiter, die Zukunft, die wir haben wollen, ist in unserer Reichweite", sagte sie. Sanders kritisierte in seiner Ansprache nach der Wahl erneut ein korruptes Wahlkampf- und Parteispendensystem, das er ändern wolle. Er wolle sich nun auf den "Super-Tuesday" am 1. März konzentrieren, wenn bei 14 Wahlen entschieden wird.

Für den Gesamtsieg braucht ein Bewerber bei den Republikanern 1237 Delegierte. Bei den Demokraten muss der Sieger mindestens 2382 Delegierte auf sich vereinen. In South Carolina ging es um 50 Delegierte, in Nevada um 35.
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