Waffen sollen möglichst schnell schweigen
Friedensgespräche über Syrien beginnen am Freitag

Genf. (dpa/KNA) Bei den ab Freitag geplanten Friedensgesprächen für Syrien soll die Vereinbarung einer landesweiten Waffenruhe oberste Priorität haben. Das sagte der UN-Sondervermittler für Syrien, Staffan de Mistura, am Montag in Genf. Die Einladungen zu den Gesprächen werde er an diesem Dienstag verschicken, kündigte De Mistura an. Die notleidenden Menschen in Syrien würden auf konkrete Ergebnisse der Genfer Gespräche hoffen, sagte der UN-Sondergesandte weiter.

Eine Waffenruhe dürfe nicht erst am Ende der Gespräche zwischen Vertretern der Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und Oppositionsgruppen stehen. Er gehe zunächst von einer Dauer von sechs Monaten aus. De Mistura sagte, er hoffe sehr, dass alle Eingeladenen bis Freitag nach Genf kommen können. Es sei aber auch kein Grund, nicht mit den Gesprächen zu beginnen, wenn einige Vertreter erst einige Tage später anreisen könnten.

Die katholische Friedensbewegung Pax Christi hat unterdessen an das Gewissen deutscher Soldaten im Syrien-Einsatz appelliert. Aus Sicht der Friedensbewegung ist das Mandat der Bundeswehr weder "politisch, noch rechtlich, noch ethisch zu rechtfertigen". Der Einsatz widerspreche allen diplomatischen Bemühungen zur Beilegung der Kämpfe in Syrien, bekräftigte Pax Christi.
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